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6. Sinfoniekonzert: Übermenschlich!

6. Sinfoniekonzert: Übermenschlich!

Ludwig van Beethoven: »Leonore« Ouvertüre Nr. 3 C-Dur op. 72
Franz Schubert: Lieder (orchestriert von Max Reger und Anton Webern)
»An die Musik« D 547
»Nacht und Träume« D 827
»An den Mond« D 296
»Du bist die Ruh« D 776
»Prometheus« D 674
»Erlkönig« D 328
Richard Strauss: »Also sprach Zarathustra« op. 30

Christian Elsner, Tenor
Leitung: Nicholas Milton

Beethoven vertont in seiner einzigen Oper »Fidelio« einen Stoff aus der französischen Revolution: Heldin des Dramas ist Leonore, die sich in Männerkleidung unter dem Decknamen Fidelio als Kerkerknecht einschleust und schließlich ihren Gatten Florestan aus der Gefangenschaft rettet. Beethoven war mit seiner ersten, 1805 uraufgeführten Fassung der Oper nicht zufrieden, strich ganze Teile und komponierte neu – insgesamt erarbeitete er drei Versionen seines »Fidelio«, zudem vier Ouvertüren. Nr. 3 schaffte den Sprung von der Bühne in den Konzertsaal: »Dies Werk ist nicht mehr eine Ouvertüre, sondern das gewaltigste Drama selbst« (Richard Wagner). Franz Schubert wird mit dem deutschsprachigen Kunstlied in Assoziation gebracht wie kein anderer. Rund 600 Kompositionen dieses Genres werden dem »Liederfürsten« zugeschrieben – allesamt für Singstimme und Klavier verfasst – ein kaum zu erklärendes Phänomen, dass die Qualität der Stücke durchgehend auf höchstem Niveau liegt. Anton Webern und Max Reger bearbeiteten – wie Berlioz, Britten oder Liszt – Schuberts Œuvre für Orchester und verhalfen vertrauten Melodien wie »An die Musik«, »Nacht und Träume« oder »An den Mond« zu stimmungsvollen, teils szenisch assoziierten Interpretationen. Ein vibrierender Orgelpunkt, eine Trompetenfanfare, Orchesterakkorde – es gibt wenige Musikstücke, deren Beginn suggestiver ist als der von Richard Strauss' Sinfonischer Dichtung »Also sprach Zarathustra«: Stanley Kubrick verwendete ihn in seinem Science-Fiction-Klassiker »2001 – A Space Odyssey«, die TV-Werbung knüpfte dankbar an. Strauss aber hatte mit dem Werk ursprünglich ganz anderes im Sinn: Eine klingende Hommage an Friedrich Nietzsche auf Basis seines dichterisch-philosophischen Werks »Also sprach Zarathustra«: »Ein Markstein auf dem Gebiet der reinen Instrumentalmusik«.

Sonntag19. Mär 11:00 Einführung 45 Min. vor Beginn
Montag20. Mär 20:00 Einführung 45 Min. vor Beginn

CHRISTIAN ELSNER (TENOR)
Der Tenor Christian Elsner ist gern gesehener Gast in allen wichtigen Zentren der klassischen Musik wie der Philharmonie Berlin, der Carnegie Hall New York, der Mailänder Scala oder der Suntory Hall Tokyo. Zudem hat er sich mit Auftritten als »Siegmund« an der Semperoper Dresden und als »Parsifal« an der Wiener Staatsoper als Wagnertenor etabliert. Neben dem Konzert- und Opernrepertoire widmet sich
Christian Elsner mit Partnern wie Gerold Huber und Burkhard Kehring ebenso intensiv wie erfolgreich dem Liedgesang. Seit 2006 unterrichtet er als Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg.