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Bohner_Celis

Bohner_Celis

Ballette von Gerhard Bohner und Stijn Celis

Die Folterungen der Beatrice Cenci
Ein TANZFONDS-ERBE-Projekt
Choreografie: Gerhard Bohner
Musik: Gerald Humel
Bühnenbild: Ansgar Nierhoff
Kostüme: Markus Maas

Pulcinella
Choreografie: Stijn Celis
Musik: Igor Strawinsky
Bühnenbild: Jann Messerli
Kostüme: Catherine Voeffray

Musikalische Leitung: Christopher Ward
Mit dem Ballett des Saarländischen Staatstheaters und dem Saarländischen Staatsorchester

Premiere am Samstag, 6. Mai 2017 im Staatstheater

Dieser Doppelabend präsentiert zwei Werke, die mit Italien zu tun haben. 1971 schuf Gerhard Bohner mit seinem Ballett »Die Folterungen der Beatrice Cenci« ein ausdrucksstarkes Werk, das ihn schlagartig berühmt machte. Den blutrünstigen Stoff um die römische Patrizierin Beatrice Cenci (1577–1599) – die von ihrem Vater misshandelt wurde, ihn deshalb töten ließ und daraufhin gefoltert wurde – benutzte er als Ausgangspunkt für ein drastisches Tanztheaterstück, das 1973 in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« als das »nicht nur beste, sondern auch erfolgreichste deutsche Nachkriegsballett« bezeichnet wurde. Nach 25 Jahren wird Bohners Werk erstmals wieder auf der Bühne zu sehen sein.
Mit seinem neuen Stück »Pulcinella« setzt Stijn Celis einen heiteren Gegenpol. Zu der bezaubernden Komposition Igor Strawinskys, in der Melodien italienischer Barockmusik verarbeitet sind, entfaltet er ein rasantes Bewegungskaleidoskop, das die Heiterkeit der Musik zum Ausdruck bringt. Und natürlich kommen zum Einsatz Masken aus Neapel, der Heimat des Possenreißers Pulcinella!

Spieldauer: 2 Stunden


Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes

 


           
Samstag06. Mai 19:30
Samstag13. Mai 19:30
Donnerstag25. Mai 18:00
 Mittwoch31. Mai19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Freitag02. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Dienstag06. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Sonntag11. Jun18:00 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Sonntag25. Jun14:30
 Mittwoch28. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß

©Bettina Stöß






»Was wir sehen, berührt uns ins Mark. Denn die Bilder sind so beklemmend archaisch wie eindrucksvoll [...] Monumentales Ballett ist das, ein starkes Drama über Unterwerfung und das vergebliche Ringen des Körpers um Autonomie und Würde. [...] Saarbrücken sucht die Kontraste und Spannung.«
(Deutsche Bühne, 7.5.2017, Björn Hayer)

»Eine wahre Geschichte die unter die Haut geht. [...] Bohners Meisterwerk wirkt auf der Saarbrücker Bühne auch dank der beiden Gastsolisten. [...]
Mit Igor Strawinskys Ballett Pulcinella setzt Ballettdirektor Stijn Celis im zweiten Teil des Abends einen heiteren Kontrast. [...] Die Übung ist gelungen. Celis verzichtet auf eine Geschichte, lässt sich in seiner Choreografie ganz von der Musik leiten. [...] Der Doppelabend Bohner_Celis berührt. Heiter und hoch dramatisch.«
(SR, Wir im Saarland - Kultur, 10.5.2017)

»[...] der Doppel-Abend »Bohner_Celis«, der am Samstag im Saarländischen Staatstheater Premiere hatte, ist eine Bereicherung. [...] Die Tänzer bieten hier ein athletisches Fest. Insgesamt wird Celis´ Choreografie von einem Vorwärtsdrängen durchpulst, passgenau zu Strawinskys Musik. Das Staatsorchester unter Christopher Ward transportiert diesen mitreißenden Gestus bestens. [...] Jahrzehntelang war die »Cenci« von den Bühnen verschwunden. Durch die Unterstützung des »Tanzfonds Erbe« wurde das Stück jetzt erstmals wieder für Saarbrücken im Original rekonstruiert. [...] Bohner zeigt, wie man ein drastisches, hartes Thema mit Fingerspitzengefühl, mit Eleganz und Subtilität anpackt. [...] Deshalb lässt sich mit Fug und Recht sagen, dass man in Saarbrücken ein Juwel der Tanzgeschichte wiedergefunden hat.«
(Saarbrücker Zeitung, 8.5.2017, Cathrin Elss-Seringhaus)

»Das geht unter die Haut. Eine Choreografie, die auch heute noch tief in die Abgründe der Gesellschaft blicken lässt. Beunruhigendes Ballett, das mit jeder Muskelfaser Verzweiflung atmet.
Was für ein Gegensatz zum zweiten Teil des Abends. […] Natürlich ist nicht alles eitelsonnenschein, auch Zurückweisungen und Intrigen finden in diesem Stück ihren Platz. Doch vor allem ist dieser Pulcinella ein fröhlicher Farbenwirbel, ein getanztes Wimmelbild. [...] Freunde des klassischen Tanzes kommen spätestens hier voll auf ihre Kosten.«
(SR2, 7.5.2017, Michael Schneider)