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Das Saarländische Staatstheater gibt Besucherspenden von über 20.000 Euro an Hilfsorganisationen und Initiativen für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund

Die DRK-Kleiderkammer und die Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werks in Lebach, der Deutsch-Ausländische Jugendclub e. V. sowie das Müttercafé werden mit dem Geld nachhaltig in ihrer Arbeit unterstützt /// Der Gesamterlös der im November 2015 begonnenen Spendensammelaktion beträgt über 33.000 Euro


Das SST übergibt zum Jahresende den Erlös aus der Spendensammelaktion für Geflüchtete, die 2015/16 bei Vorstellungen und Konzerten durchgeführt wurde. Dabei erhalten die Kleiderkammer des DRK-Landesverbandes in Lebach 10.000 Euro für Anschaffungen, die Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werkes in Lebach 5.000 Euro für Alphabetisierungskurse und das Frauenprojekt „NOUR“, der Deutsch-Ausländische Jugendclub e. V.  4.000 Euro zur Förderung und Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren Familien und die Initiative Müttercafé für Zuwanderinnen in Saarbrücken 1.250 Euro.

Insgesamt beträgt der Erlös der Sammelaktionen des SST über 33.000 Euro. Davon hat das SST bereits im Winter 2015/16 dringend benötigte Sachleistungen in Höhe von knapp 13.000 Euro an die Landesaufnahmestelle in Lebach überbracht – Babynahrung, Hygieneartikel, Regenponchos und eine Hüpfburg für Kinder konnten dafür angeschafft werden. Auch das gemeinsame Arbeitsvermittlungsprojekt „In Würde leben“ von Arbeitsagentur und Staatstheater konnte damit durchgeführt werden.

„Eine derart überwältigende Resonanz und Spendenbereitschaft hatte ich zu Beginn unserer Aktionen niemals erwartet“, resümiert Generalintendantin Dagmar Schlingmann das vergangene Jahr. „Wir haben mit vielfältigen Initiativen wie den Denkraum-Wochen „Was werden wir werden?“, Berufspraktika in unseren Abteilungen und Werkstätten sowie Jobvermittlung, mit Deutschunterricht, Einladungen ins Theater und anderem den Geflüchteten zeigen können, dass sie bei uns willkommen sind. Nun ist es uns wichtig – gerade weil der fortdauernde Flüchtlingsstrom  in der Öffentlichkeit nicht mehr so präsent ist  – die Hilfsorganisationen zu unterstützen, die den zu uns Gekommenen nachhaltige und strukturelle Hilfen bieten“, so Schlingmann weiter. „Denn das Thema wird unsere Gesellschaft auch weiterhin beschäftigen und prägen. So planen wir im neuen Jahr weitere Spendensammlungen und eine Fortsetzung von „Was werden wir werden?“ mit Stadtsalons und anderen Veranstaltungen.“