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7. Sinfoniekonzert: Grenzenlos!

7. Sinfoniekonzert: Grenzenlos!

Maurice Ravel: »Rapsodie espagnole«
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-Moll op. 61
César Franck: Sinfonie d-Moll

Fanny Clamagirand, Violine
Leitung: Karen Kamensek

Maurice Ravel beschäftigte sich 1907 intensiv mit spanischem Kolorit, ein Erbe seiner Mutter, die baskische Wurzeln hatte. Neben dem Einakter »L'Heure espagnole« und der »Vocalise-Étude en forme de Habañera« entstand auch die »Rapsodie espagnole«, Ravels erstes großes Werk für Orchester. Ravel nähert sich hier dem sonnigen Traum des Südens weniger folkloristisch, sondern  eher atmosphärisch und breitet die gesamte Farbpalette des impressionistischen Orchesters bis hin zu einem quirligen Klangfest in der »Feria«! Für seinen langjährigen Freund, den legendären Violinvirtuosen Pablo de Sarasate schrieb Camille Saint-Saëns sein Violinkonzert Nr. 3 in h-Moll – und geradezu genial mischt Saint-Saëns den Klang des Soloinstruments mit dem des Orchesters. Dialog statt Monolog ist hier die Devise, musikalischer Ausdruck statt reiner technischer Leistungsschau. 1881 uraufgeführt, war es in der kreativsten Schaffensphase des ohnehin äußerst produktiven Komponisten entstanden – zwischen Anfang der 1870er und Ende der 1880er Jahre. »Welch herrlicher Wohlklang! Und welche Aufnahme!«, soll César Franck 1889 nach der Uraufführung seiner Sinfonie d-Moll ausgerufen haben. Dabei waren die Stimmen der Zuhörerschaft keineswegs einhellig: »Das soll eine Sinfonie sein?« hinterfragte ein Professorenkollege Francks das Gehörte. Die Sinfonie verschwand in der Versenkung und wurde erst im Nachlass Francks wiederentdeckt. Heute gehört sie zu den meistgespielten Werken des Komponisten  überhaupt: eine Musik mit einer strengen Struktur, erlesenem Klangreiz und tiefer, spiritueller Durchdringung.

   
 Sonntag09. Apr11:00 Einführung 45 Min. vor Beginn
 Montag10. Apr20:00 Einführung 45 Min. vor Beginn
Dirigentin Karen Kamensek

FANNY CLAMAGIRAND (VIOLINE)
Die Geigerin Fanny Clamagirand (Jahrgang 1984) begann mit sieben Jahren, Violine zu spielen, hatte ihre ersten Auftritte mit neun und gewann mit elf Jahren ihren ersten Wettbewerb. Seitdem hat sich ihre Karriere rasant entwickelt: Sie konnte sowohl die Monte Carlo Violin Masters als auch den Fritz Kreisler Wettbewerb für sich entscheiden, studierte in Frankreich, London, Wien und Italien und konzertiert auf den renommierten Podien weltweit. Engagements führten die von Anne-Sophie Mutter geförderte junge Künstlerin unter anderem zu den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France und dem Malmö Symphony Orchestra.