Inhaltsbereich
Rusalka

Rusalka

Oper in drei Akten von Antonín Dvořák – Libretto von Jaroslav Kvapil nach der Erzählung »Undine« von Friedrich de la Motte-Fouqué, dem Märchen »Die kleine Meerjungfrau« von Hans Christian Andersen und dem Drama »Die versunkene Glocke« von Gerhart Hauptmann

Musikalische Leitung: Christopher Ward
Inszenierung: David Hermann
Ausstattung: Magdalena Gut
Chor: Jaume Miranda

Mit dem Opernchor des SST und dem Saarländischen Staatsorchester

Premiere am Samstag, 23. April 2016 im Staatstheater

De la Motte-Fouqués »Undine« und Andersens »Die kleine Meerjungfrau« standen Pate, als Dvořák 1901 seine bekannteste Oper schrieb: Eine Nixe, eine Rusalka, hat sich in einen Sterblichen verliebt, in einen Prinzen von oben, vom trockenen Land. Um dorthin zu gelangen, muss sie vieles zurücklassen, vor allem aber ihre Stimme. Aber wie will sie – stumm – ihre Liebe beglaubigen? Wie will sie sich durchsetzen gegen ihre Konkurrentin, die fremde Fürstin, eine Frau aus Fleisch und Blut? Der Zwiespalt der Geschlechter wird in Dvořáks Märchenoper ins Naturmythologische überhöht: Wasser versus Land, Bewusstes versus Unbewusstes, Sehnsucht versus Realität. Dvořáks Musik, so sehr sie den Geist der Romantik atmet, bewegt sich durch den raschen Wechsel ihrer Aggregatzustände am Rande des impressionistischen Formzerfalls, der doch immer wieder durch eine tänzerische und volksliedhafte Melodik gebändigt wird.

Samstag23. Apr 19:30
Dienstag26. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Donnerstag28. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Donnerstag05. Mai 18:00 Einführung 30 Min. vor Beginn
Samstag14. Mai 19:30
Freitag20. Mai 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Mittwoch25. Mai 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Sonntag05. Jun 18:00 Einführung 30 Min. vor Beginn
Freitag17. Jun 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Sonntag03. Jul 14:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Mittwoch06. Jul 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Sonntag10. Jul 18:00 Theatertag

Abendbesetzungen

Sa. 23.04. - Ward

Wassermann: Matsui, Heger: Jaursch

Di. 26.04. - Ward

Matsui, Jaursch

Do. 28.04. - Ward

Jaursch, Röttig

Do. 05.05. - Ward

Jaursch, Röttig

Sa. 14.05. - Ward

Jaursch, Röttig

Fr. 20.05. - Ward

Matsui, Röttig

Mi. 25.05. - Neubert

Matsui, Jaursch

So. 05.06. - Neubert

Jaursch, Röttig

Fr. 17.06. - Neubert

Matsui, Röttig, Panfilenko

So. 03.07. - Neubert

Matsui, Jaursch

Mi. 06.07. - Neubert

Matsui, Röttig, Panfilenko

So. 10.07. - Neubert

Jaursch, Röttig

OPER: An erster Stelle finden Sie den Abenddirigenten, dann die Nachnamen der Sängerinnen und Sänger der doppelt besetzten Partien.
BALLETT: Nachnamen der Tänzerinnen und Tänzer der doppelt besetzten Rollen.
Die Angaben sind ohne Gewähr. Angaben zu Doppelbesetzungen soweit wie festgelegt. Kurzfristige Änderungen vorbehalten!

Musikalische Leitung Christopher Ward, Stefan Neubert

Rusalka Susanne Braunsteffer
Der Wassermann Hiroshi Matsui, Markus Jaursch
Der Prinz Paul O'Neill
die Fremde Fürstin Jane Irwin
Die Hexe Judith Braun
Ein Heger Stefan Röttig, Markus Jaursch E
rste Elfe: Lisa Ströckens
Zweite Elfe: Melina Meschkat
Dritte Elfe: Hannah Meyer
Der Küchenjunge: Melina Meschkat





»Was aber diesen Abend so spannend machte, war der Wandel der Charaktere: Rusalkas tiefer Fall aus der Sebstenttäuschung, hin zur Selbsterkenntnis - "Ich bin keine Frau, mich gebar das kalte Wasser." Die Reifung des Prinzen vom hormongetriebenen Jüngling zum wirklich Liebenden. Der Wandel des lüsternen Wassermanns zum unheilverkündenden Propheten. [...] Das Beste: Alle brachten die stimmliche Palette mit, damit die Zuschauer diese Entwicklungen voyeuristisch genießen konnten. Susanne Braunsteffer ging die dankbare Titelrolle mit schonungslosem Einsatz an und nutzte das ganz eigene Timbre ihrer Stimme. Paul O'Neill als Prinz gab mit ebenso warmem wie kernig-kraftvollem Tenor dem leicht entflammbaren Liebhaber mehr Charakter als im Libretto vorgegeben; die dramatischen Szenen mit Rusalka - das war große Oper mit Verdi-Feuer.«

Hans Bünte, Saarbrücker Zeitung, 25.04.2016