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Peter Grimes

Peter Grimes

Oper in drei Akten und einem Vorspiel von Benjamin Britten Libretto von Montagu Slater nach George Crabbes Dichtung »The Borough«

Musikalische Leitung: Nicholas Milton
Inszenierung: Brigitte Fassbaender
Bühnenbild & Kostüme: Bettina Munzer
Dramaturgie: David Greiner
Chor: Jaume Miranda
Mit dem Opernchor des SST und dem Saarländischen Staatsorchester

Premiere am Samstag, 12. März 2016 im Staatstheater

Peter Grimes, Fischer, ist angeklagt, seinen Lehrjungen durch übergroßen Ehrgeiz zu Tode gebracht zu haben. Ihm wird auferlegt, in Zukunft keine Kinder mehr beschäftigen zu dürfen. Doch dieses Urteil wirkt wie ein Orakel. Wie zwangsläufig wiederholen sich die Vorgänge: Er beschäftigt wieder ein minderjähriges Kind aus dem Armenhaus, zwingt ihm seinen strengen Arbeitsrhythmus auf. Die Gemeinde weidet sich an der möglichen Gefahr, er wird beäugt, überwacht und in der allgemeinen Hysterie passiert genau das, was es zu verhindern galt. Ein Gerücht kursiert, die Masse will Lynchjustiz üben, Grimes und der Junge fliehen, in Panik stürzt der Junge in die Tiefe. Der Musikwissenschaftler H. H. Stuckenschmidt schrieb über die 1945 uraufgeführte Oper: »Filmisch wie das Libretto ist auch Brittens Musik in der Prägnanz des Ausdrucks, im Illustrativen ihres Charakters und in der Knappheit ihrer oft bis zum Embryonalen verkürzten Form. Verblüffend und fesselnd in der Wahl der Klangfarben, asketisch und raffiniert zugleich, hält sie in jedem Takt das Interesse des Hörers wach.«

 

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Samstag12. Mär 19:30
Dienstag22. Mär 19:30 Theatertag
Freitag01. Apr 19:30
Dienstag12. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Mittwoch18. Mai 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Sonntag22. Mai 18:00
Freitag27. Mai 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
Samstag25. Jun 19:30

Abendbesetzungen

Sa. 12.03. - Milton

Seiwert, Schmitt

Di. 22.03. - Milton

Zachow, Strout

OPER: An erster Stelle finden Sie den Abenddirigenten, dann die Nachnamen der Sängerinnen und Sänger der doppelt besetzten Partien.
BALLETT: Nachnamen der Tänzerinnen und Tänzer der doppelt besetzten Rollen.
Die Angaben sind ohne Gewähr. Angaben zu Doppelbesetzungen soweit wie festgelegt. Kurzfristige Änderungen vorbehalten!

Die Gemeinde  Opernchor

Musikalische Leitung Nicholas Milton

Peter Grimes Brenden Gunnell
Ellen Orford Elizabeth Wiles
Captain Balstrode Olafur Sigurdarson
Auntie Diane Pilcher
Erste Nichte Yitian Luan
Zweite Nichte Herdís Anna Jónasdóttir
Hobson Matthias Bein
Bob Boles Thorsten Büttner
Ned Keene James Bobby
Mrs. Sedley Judith Braun
Rev. Horace Adams, the Rector Carlos Moreno Pelizari
Swallow Markus Jaursch

Boy Jonah Loic Seiwert, Aaron Noel Zachow
Dr. Crabbe  Rudolf Schmitt, Ludwig Stroux  

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk

©Thomas M. Jauk




»Da stürmt was auf einen ein; und wenn's so mächtig wie jetzt am Saarländischen Staatstheater über einen hinweg tost, lässt einen Benjamin Brittens genialisches Frühwerk lange nicht mehr aus dem Bann. Mehr noch: Klang wird Ganzkörpererfahrung, wenn die Choristen - Wutbürgern gleich - aufmarschieren, zornig "Peter Grimes" dem Publikum entgegen schreien: Jede Theatersesselwohligkeit ist dann weggefegt. Ja, Brittens Musik kann ein Tsunami sein. Und einmal mehr wird klar, dass der Opernchor der Saarbrücker Bühne Extraklasse ist. Doch auch Steuermann Nicholas Milton lenkt sein Staatsorchester furchtlos, aber mit sicherem Gespür für den richtigen Kurs mitten rein in die Brecher dieses tosenden Werks.«

(Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung)

 »Wenn die Masse loslegt, hat der Einzelne keine Chance mehr. Erst recht keiner wie Peter Grimes, der in seinen quietschgelben Klamotten sowieso schon ganz anders aussieht als der gräulich-schwarze Rest. Großartig, wie es Regisseurin Brigitte Fassbaender schafft, sowohl musikalisch als auch spielerisch, einerseits charaktervolle Individuen zu zeichnen und sie andererseits zu einer bedrohlichen Einheit verschmelzen zu lassen. Das funktioniert auch dank eines durchgehend konzentrierten Ensembles und eines einsatzfreudigen Chores. Eine spannungsvolle, musikalisch nuancierte Inszenierung. So lebendig, so heutig kann Oper sein!«

(Stephan Schmitt, SR3)