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Allons, enfants

Allons, enfants

Bearbeitung nach dem Theaterstück LA RÉVOLUTION #1 – WIR SCHAFFEN DAS SCHON
von Joël Pommerat, übersetzt von Isabelle Rivoal

Inszenierung: Wolfram Apprich, Klaus Gehre, Christopher Haninger, Marcus Lobbes
Szenografie und Kostüme: Wolf Gutjahr
Dramaturgie: Holger Schröder, Bettina Schuster-Gäb, Ursula Thinnes

Premiere am Samstag, 13. Mai 2017 in der Alten Feuerwache

Die Inszenierung von Joël Pommerats Stück „La Révolution #1 – Wir schaffen das schon“, die als letzte Schauspielpremiere der Ära Schlingmann vergangenen Samstag in der Alten Feuerwache stark beklatscht wurde, ruft gegensätzliche Meinungen bei Publikum und Presse hervor. So reichen die Pressestimmen von „intelligenter und unterhaltsamer Theaterabend“ (nachtkritik) über „ein tolles Experiment (…) perspektivenreicher Zugriff“ (SR-Fernsehen) bis zu „Fiasko“ und „Bruchlandung“ (Saarbrücker Zeitung). Joël Pommerats deutscher Verlag hat inzwischen vom SST eine Titeländerung gewünscht mit der Begründung, dass sich Teile der Inszenierung zu weit von der Textvorlage entfernten. Daher wird das SST die noch folgenden neun Vorstellungen unter dem Titel „ALLONS, ENFANTS – Bearbeitung nach dem Theaterstück LA RÉVOLUTION #1 – WIR SCHAFFEN DAS SCHON von Joël Pommerat, übersetzt von Isabelle Rivoal“ ankündigen und spielen.

Die vier Regisseure Wolfram Apprich, Klaus Gehre, Christopher Haninger und Marcus Lobbes haben in der außergewöhnlichen Produktion in vier Teilen mit je eigener Handschrift inszeniert; fast das gesamte Schauspielensemble ist darin auf der Bühne zu erleben.

„Ich bin sehr von diesem Theaterabend überzeugt, auch und gerade weil er Diskussionen auslöst, die meiner Meinung nach zum Wesen des Stückes gehören“, so Generalintendantin Dagmar Schlingmann. „Dem Bedürfnis zum Austausch möchten wir gern nachkommen.“
Deshalb lädt das SST am Sonntag, 28. Mai um 11 Uhr im Mittelfoyer zu einem öffentlichen Gespräch mit der Generalintendantin, Chefdramaturgin Ursula Thinnes, Dramaturgin Bettina Schuster-Gäb u. a. ein.

Frühjahr 1789 in Paris. Die Monarchie befindet sich, ohne es zu wissen, in ihren letzten Zügen. Ludwig XVI. versucht der Unruhe im Land Herr zu werden und beruft, um finanzielle Reformen durchzusetzen, die Generalstände ein – der Aufstand der Massen ist besiegelt. Es sind die politische Praxis, in die sich der mündige Bürger begibt, der Wille zur Mitgestaltung wie auch die entstehenden kollektiven Dynamiken, für die sich Joël Pommerat in seiner neuesten Stückkreation interessiert – der einsetzende Demokratisierungsprozess ist der Protagonist des Abends. Ein wortgewandter, agiler, mitreißender Held, der doch auch Rückschläge einzustecken hat … 
Allerspätestens seit den aktuellen Flüchtlingsströmen gen Europa ist eine Re-Politisierung des Alltags spürbar: Der Mensch als Bürger ist gefragt seine Wertvorstellungen zu überdenken, zu leben, gar zu verteidigen. Diese Energie verbindet Geschichte mit dem Hier-und-Jetzt: Die Französische Revolution dient Pommerat dabei als Matrize für unsere Gegenwart. Man solle sein Stück als einen gegenwärtigen Moment erleben, gibt der Autor uns mit, als ob man Zeuge eines Volksaufstands würde …

Spieldauer: 3 Stunden und 30 Minuten

               
Samstag13. Mai 19:30
Samstag20. Mai 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Donnerstag25. Mai18:00
 Freitag26. Mai19:30
 Dienstag30. Mai19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Donnerstag01. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Freitag02. Jun19:30
 Sonntag25. Jun18:00
 Mittwoch28. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn
 Freitag30. Jun19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn

©Björn Hickmann

©Björn Hickmann

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