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Othello

Othello

von William Shakespeare

Inszenierung: Dagmar Schlingmann
Bühnenbild: Sabine Mader
Kostüme: Inge Medert
Musik: Alexandra Holtsch
Dramaturgie: Bettina Schuster-Gäb

Premiere am Samstag, 25. März 2017 im Staatstheater

Die Welt, ein Spiel. Ein Statusspiel. Als solches erlebt sie Feldherr Othello. Er ist dabei Karriere zu machen – ein aufrichtiger Charakter, angesehen in Heer, Staat und bei der begehrten Desdemona. Die beiden aufrichtig Liebenden sind verlobt. Doch Erfolg schafft Neider: Othellos niederträchtigster ist Jago, sein Fähnrich. Weil er keine Beförderung erhalten hat und auch sonst gerne mehr gälte, entspinnt er eine teuflische Intrige. Geschickt entfacht er Othellos Eifersucht und instrumentalisiert auch die Machtgelüste anderer, um ihn zu Fall zu bringen. Dass es sich bei Othello erkennbar um einen Andersverwurzelten handelt, würzt die Intrige zusätzlich mit Hass…
Wann gilt ein Mensch als integriert? Shakespeare entlarvt Gier, Geltungsdrang und Verlustangst als die eigentlichen „Barbaren“ seiner Zeit.

Spieldauer: 2 Stunden

 

Im Anschluss an die Vorstellungen am 1., 21., 28.4. / 28.5. / 9.6.2017 finden Nachgespräche zur Inszenierung sowie zum Themenfeld „Diskriminierung“ in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar (Forschungs- und Transferstelle für gesellschaftliche Integration und Migration GIM) statt.


     
Samstag25. Mär 19:30
Samstag01. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn, Publikumsgespräch
Dienstag04. Apr 19:30
Sonntag09. Apr 18:00
Freitag21. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn, Publikumsgespräch
Freitag28. Apr 19:30 Einführung 30 Min. vor Beginn, Publikumsgespräch
 Sonntag28. Mai18:00 Theatertag
 Freitag09. Jun19:30 Publikumsgespräch
 Donnerstag22. Jun19:30
Othello Ali Berber
Desdemona Vanessa Czapla
Roderigo Heiner Take
Cassio Cino Djavid
Doge von Venedig Gertrud Kohl
Brabantio Klaus Meininger
Gratiano Marcel Bausch

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann

© Björn Hickmann




»Schlingmanns Othello ist ungeheuer schnell getaktet, also keine langen Einstellungen, dafür aber Spannung pur wie in einem gut gemachten Thriller bei dem wir zwei Stunden lang den Atem halten. […] Sie hat diese zwei Stunden wirklich durch komponiert, ersetzt sprachliche Ausschmückungen durch bestechend atmosphärisch ungeheuer dichte Bilder, die dem Stück einen sehr zeitgemäßen Look verleihen. […] Dagmar Schlingmann ist mit ihrer Othello-Inszenierung noch mal ein großer Wurf gelungen. Sie zeigt, dass sie ein wirkliches Händchen dafür hat, Klassiker klug ins heute zu übersetzen.«
Reingart Sauppe im SR am 26. März 2017