Mit Lachner und Dvořák in den Sonntag

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1. Kammerkonzert: Sonntag, 15. September 2019, 11 Uhr im Mittelfoyer

Ab sofort laden die Musiker*innen des Saarländischen Staatsorchesters an ausgewählten Wochenenden wieder zum (kammer)musikalischen Start in den Sonntag: Zehn Kammerkonzerte erklingen im Verlaufe der Saison – gleich am kommenden Sonntag, 15. September 2019 gibt es im 1. Kammerkonzert mit Werken von Lachner und Dvořák musikalische Raritäten abseits des üblichen Klassikrepertoires zu entdecken.

»Hätte der Schubert länger gelebt, so hätte aus ihm ein guter Komponist werden können«: An Selbstbewusstsein mangelte es dem 1803 nahe Augsburg geborenen Kapellmeister und Komponisten Franz Lachner nicht. Den Konkurrenten Richard Wagner nannte er »einen aufgeblasenen Hansdampf, der keine acht Takte in logischen Zusammenhang bringen kann«. Franz Lachner bewunderte die Musik von Mozart. In ärmlichen Verhältnissen mit einem sehr musikalischen Vater aufgewachsen, verfolgte Lachner konsequent eine zunächst recht mühevolle Musikerkarriere. Im München von König Ludwig I und König Max II hob er mit eiserner Disziplin das Niveau des mittelmäßigen Hoforchesters, leitete in München die Proben des »Tristan«, den die Wiener Philharmoniker als unspielbar abgelehnt hatten. Schließlich machte Richard Wagner die große Karriere, und Franz Lachner blieb eine bayrische Berühmtheit. Im 1. Kammerkonzert gibt es ein spätes Lachner-Werk von 1875 zu entdecken: das »Nonett F-Dur op. 121«, komponiert für Bläserquintett, Violine, Viola, Cello und Kontrabass.

Antonín Dvořáks»Sinfonie aus der Neuen Welt« und sein berühmtes Cellokonzert sind zu Recht große Klassikhits – ebenso das »amerikanisches Quartett« genannte Streichquartett Nr. 12 F-Dur. Es entstand 1893, eine glückvolle Musik voll wehmütig-schöner Klänge, ein schwelgerischer Traum! Im 1. Kammerkonzert überraschen die Musiker*innen des Saarländischen Staatsorchesters mit einem Arrangement dieses Werkes für Bläserquintett.

Mit Mechthild Diepers (Flöte), Jan Creutz (Klarinette), Raphael Klockenbusch (Oboe), Regina Mickel (Horn), Katja List (Fagott), Christine Christianus (Violine), Leszek Kusmirek (Viola), Adrian Janke (Violoncello) und Motonobu Futakuchi (Kontrabass)


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