Fünf Musiker, fünf Werke

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Im 3. Kammerkonzert erklingen Kompositionen von Haydn, Czerny, Connesson, Gaubert und Débussy | Sonntag, 5. November 2017, 11 Uhr im Mittelfoyer 

Jede Klavierschülerin, jeder Klavierschüler kennt seinen Namen: Wer das Spiel auf den schwarz-weißen Tasten erlernt, kommt an Carl Czerny nicht vorbei – seine Klavieretüden, darunter Sammlungen mit Namen wie "Schule der Geläufigkeit" oder "Kunst der Fingerfertigkeit" zählen auch heute noch zu den Standardwerken im Klavierunterricht. Fast vergessen hingegen ist, dass Czernys Œuvre weit mehr als Etüden umfasst: Unter seinen über 1.000 Kompositionen finden sich Sinfonien, Klavierkonzerte sowie Kirchen- und Kammermusik.

Höchste Zeit, Czernys Musik wiederzuentdecken: Im 3. Kammerkonzert erklingt seine lebhafte »Fantasia concertante« für Flöte, Violoncello und Klavier op. 256, in der – wie könnte es anders sein – besonders der Pianist virtuos brillieren muss. Ebenfalls eine Entdeckung wert ist Philippe Gaubers Kammermusik: Der reiste, bevor er Direktor der Pariser Oper wurde und die französischen Erstaufführungen von »Elektra« und dem »Rosenkavalier« dirigierte, flötespielend durch die Welt. 1915 komponierte er seine »Trois Aquarelles« für Flöte, Violoncello und Klavier. Und mit Guillaume Connessons »Techno Parade« für Flöte, Klarinette und Klavier absolvieren die Musiker*innen einen Zeitsprung ins 21. Jahrhundert.

Am Anfang und Ende des Kammermusikvormittags stehen vertraute Namen: Den Auftakt macht Joseph Haydns Trio für Flöte, Violine und Violoncello, mit Claude Débussys berühmten »Prélude à l’après-midi d’un faune«, bearbeitet für Kammerensemble, verabschieden die fünf Musiker*innen ihr Publikum dann in den Sonntag.

Sonntag, 5. November 2017 | 11 Uhr, Mittelfoyer Großes Haus
Karten

Mit Mechtild Diepers Flöte, Jörg Lieser Klarinette, Christine Christianus Violine, Adrian Janke Violoncello, Grigor Asmaryan Klavier