Begegnung mit zwei Wunderkindern

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Erich Wolfgang Korngold und Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt des 3. Inspirationskonzerts | Sonntag, 26. Mai 2019, 18 Uhr, Alte Feuerwache

»Musik ist Musik, ob sie für die Bühne, das Dirigentenpult oder fürs Kino ist«, so lautete das Credo des Komponisten Erich Wolfgang Korngold. Den Schönklang seiner bekanntesten Oper durfte das Saarbrücker Publikum in dieser Spielzeit bereits genießen: »Die tote Stadt«, 1920 uraufgeführt, war der Höhepunkt seines kometenhaften Aufstiegs. Berühmt machte ihn, er war gerade einmal elf Jahre alt, seine Ballettpantomime »Der Schneemann« – die an der Wiener Hofoper in der Instrumentierung von Zemlinsky uraufgeführt wurde. Es folgten bald Lieder, Orchesterwerke, und 1916, Korngold war noch keine 20 Jahre alt, feierten seine Opern »Der Ring des Polykrates« und »Violante« in München ihre umjubelte Uraufführung. Seine Freundschaft mit Max Reinhardt führte Korngold 1934 erstmals in die Vereinigten Staaten. Hier hatte er mit seinen »Opern ohne Gesang«, wie er seine Filmpartituren nannte, den Hollywood-Sound bis heute geprägt.

Machen Sie im 3. Inspirationskonzert Bekanntschaft mit dem letzten Spätromantiker und gleichzeitig dem berühmtesten Wunderkind nach Mozart. Mit Bedacht gab der Vater Julius Korngold seinem Sohn Erich den zweiten Namen Wolfgang – und Erich Wolfgang wurde zum Wunderkind, so wie einst das Wiener „Wolferl“. Dessen Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur erklingt ebenfalls, umrahmt von den Korngold-Werken „Der Schneemann“ (Ouvertüre) und der „Baby-Serenade“. Es musizieren Johanna Ruppert (Violine) und das Saarländische Staatsorchester, am Dirigentenpult steht Kapellmeister Stefan Neubert.