Voix de presse


»Zweifellos hat sie [Magalie Tosato] Wedekind mutig auf zeitgenössische Lesbarkeit getestet, hat in der altbekannten, angestaubten Geschichte lebendige Substanz frei gelegt. Dafür holten sich Team und Ensemble sehr langen Applaus.«

Cathrin Elss-Sehringhaus, Saarbrücker Zeitung

Laura Trapp spielt eindringlich. Und Thorsten Rodenberg brilliert vor allem in den Szenen des Wahns.

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Kristin Brück, Saartext

»Die saarbrücker Inszenierung verzichtet auf eine radikale Aktualisierung des Stückes. Eine ihrer Stärken ist die bei den Zuschauern aufsteigende Frage: „Wie war das eigentlich bei mir?“«

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Uwe Loewens, SR Fernsehen

Frühlings Erwachen

BEGEHREN UND AUFBEGEHREN
Schulangst und ungewollte Schwangerschaft

 

Nehmen wir uns kurz Zeit für eine Erinnerung. Erinnern wir uns an unsere erste Liebe, die ersten tollpatschigen Körperkontakte mit der großen »Flamme« und das kindlich schlechte Gewissen, wenn uns die Eltern halb wissend, halb ahnungslos angeschaut haben, wenn wir zu spät von der Party oder mit rotem Kopf aus dem Kinderzimmer kamen. Wie fühlt sich das an? Melancholisch? Frank Wedekind hat in seinem Drama »Frühlings Erwachen « genau diese Momente zu großem Theater verarbeitet – und das schon 1881. Doch geht es ihm nicht nur um Aufklärung und die Frage, welche Moralvorstellungen wir der nächsten Generation mit auf den Weg geben sollen, sondern um unsere Gesellschaft als Ganzes. Natürlich denken wir an die Moralvorstellungen des preußischen Kaiserreichs, an Zucht und Ordnung, hochgeschlossene Kragen und Uniformen. Die moralische Pickelhaube, die Melchior, Moritz und Wendla tragen, ist dabei eine Metapher für das Begehren, das im Wort »Aufbegehren« steckt. Steckt man selbst in der Pubertät, sind viele Erfahrungen schmerzhaft und scheinen so überflüssig wie Akne. Sind wir erwachsen geworden, sollten wir uns dann und wann an die Gefühle von damals erinnern, erst recht, wenn wir selber Jugendliche bei der Achterbahnfahrt der Hormone begleiten. »Frühlings Erwachen« konnte erst 25 Jahre nach der Fertigstellung des Textes uraufgeführt werden, und Frank Wedekind war das Enfant terrible des Theaters im Vorkriegsdeutschland. Bis heute ist sein Stück die Messlatte für alle, die sich mit dem Thema Moral und Erwachsenwerden beschäftigen.

Hinweis: In der Inszenierung kommen Stroboskoplichteffekte zum Einsatz.

Première


Alte Feuerwache

08.11.2019

Représentation


Alte Feuerwache

Durée: 105 Min , Introduction 30 Min avant

Vendredi, 13. Déc 2019, 19:30

Jeudi, 19. Déc 2019, 19:30

Samedi, 21. Déc 2019, 19:30

Jeudi, 26. Déc 2019, 18:00

Vendredi, 03. Jan 2020, 19:30

Dimanche, 05. Jan 2020, 18:00

Jeudi, 09. Jan 2020, 19:30

Vendredi, 10. Jan 2020, 19:30

Mardi, 21. Jan 2020, 19:30

Mercredi, 22. Jan 2020, 19:30

Distribution


Mise en scène
Décors et costumes
Dramaturgie

Melchior Gabor
Herr Gabor
Frau Gabor
Wendla Bergmann
Herr Bergmann
Frau Bergmann
Moritz Stiefel
Der vermummte Herr / Professor Sonnenstich