2. Showcase-Konzert A Tribute to Stephen Sondheim

Musical-Gala mit Ingrid Peters, Bettina Mönch, Nina Links, Christof Messner, Carmen Seibel und Max Dollinger

2. Showcase-Konzert A Tribute to Stephen Sondheim

Musical-Gala mit Ingrid Peters, Bettina Mönch, Nina Links, Christof Messner, Carmen Seibel und Max Dollinger

»Der Shakespeare des Musiktheaters« - Stephen Sondheim. Er galt als Revolutionär des Musicals in den USA. Mit seinen Werken wie »Company«, »Sweeney Todd«, »Follies« oder auch »Merrily We Roll Along« setzte Stephen Sondheim neue Maßstäbe und prägte damit ganze Generationen von Musicalschaffenden und -fans und alle, die es nie werden wollten.

 

Sondheim wurde 1930 in New York geboren. Seine Eltern arbeiteten in der Modebranche, doch er selbst interessierte sich schon früh für das Musiktheater. 1957 gelang ihm der Durchbruch, als er die Texte zu Leonard Beinsteins Welterfolg »West Side Story« schrieb. Weitere Erfolge feierte er im Laufe seiner langen und reichen Karriere als Komponist und Texter mit weiteren Werken, wie etwa »Sunday in the Park with George« oder auch »A Little Night Music«. »Send in the Clowns« aus eben jenem Stück wurde zum Welthit, unter anderen von Barbra Streisand, Frank Sinatra und Judy Collins interpretiert.

 

Neben seinen Musicalwerken schrieb Sondheim von 1968 bis 1969 Kreuzworträtsel für das »New York Magazine«, was womöglich nicht nur seinen ausgefeilten Schreibstil, sondern auch seinen (humoristischen) Sinn für dramaturgische Irreführung prägte. Für sein Schaffen wurde Sondheim mit acht Grammy Awards, genau so vielen Tony Awards, einem Oscar (für den Filmsong »Sooner or later« aus »Dick Tracy«) und dem Pulitzer Preis ausgezeichnet.

 

2015 erhielt er vom damaligen Präsidenten Barack Obama die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. »Um es einfach zu sagen: Stephen hat das amerikanische Musical neu erfunden«, sagte Obama damals.

 

Seine Musik zeichnet sich dabei durchaus durch komplexe kompositorische Strukturen aus, die ihrer Dramaturgie wegen oftmals mit großen Opernwerken verglichen werden. Eingängige Melodien treffen auf einen feinen Spürsinn für Emotionen und Seeleneinblicke, die Sondheim gewährte. Sondheim habe nie eine Note oder einen Text ohne psychologische Bedeutung geschrieben, erklärte die »Company«-Regisseurin Marianne Elliott nach Sondheims Tod im November 2021. »Wir haben den Shakespeare des Musiktheaters verloren«, schrieb sie weiter. Seine Melodien und Texte sagten immer auch etwas über den Charakter der Figuren aus, »und deshalb ist er wie Shakespeare«.

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13.02.2022, 18:00

Großes Haus
Dauer: 120 Min

Termine

Besetzung