Aile Asszonyi

Die estnische Sopranistin Aile Asszonyi studierte an der Musikakademie Tallinn, am Opera Studio Amsterdam und bei Carlo Bergonzi. Sie wurde mehrfach mit dem „Estnischen Theater Award“ ausgezeichnet und ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, wie u.a. des "Le Concours de Reine Elisabeth" in Brüssel, bei dem sie den „Prix des Donateurs du Concours Reine Elisabeth“ erhielt.

Als Ensemblemitglied der Estnischen Nationaloper Tallinn sang sie zahlreiche Partien im lyrischen und lyrisch-dramatischen Fach, und gastierte mit ihnen u.a. an der Kammeroper Wien, beim Newport Music Festival, der Novaya Opera Moskau, der Settimana Musicale Senese, der Music Biennale Zagreb, dem Belgrad Bemus Festival und am Het Koninklijk Concertgebouw Amsterdam.

In den vergangenen Spielzeiten hat Aile Asszonyi sich zu einer der vielgefragtesten dramatischen Sopranistinnen etabliert. Gastverträge der jüngsten Vergangenheit führten sie mit einem überragenden Debüt in der Titelpartie von Strauss' ELEKTRA an die Oper Bonn, wo sie auch als PROTHOE in Schoecks "Penthesilea" zu erleben war; ferner als Madre in Dallapiccolas IL PRIGIONIERO und GHITA in Zemlinskys "Der Zwerg" an die Oper Graz, als ABIGAILLE in Verdis "Nabucco" zum Theater Regensburg, als FATA MORGANA in Prokofjews "Die Liebe zu den 3 Orangen" zum Theater Koblenz, als FRAU in Hindemiths "Mörder, Hoffnung der Frauen" zum Grafenegg Festival, GUTRUNE und 3. NORN in Wagners "Götterdämmerung" zum Oldenburgischen Staatstheater und SENTA in Wagners "Der Fliegende Holländer" zur Nederlandse Reisopera. Die Doppelrolle der ELISABETH / VENUS in Wagners "Tannhäuser" interpretierte sie an der Estnischen Nationaloper Tallinn - von Ian Holender auf Servus TV eine "ganz wunderbare Sopranistin" genannt- und die Uraufführung von Gubaidulinas "Über Liebe und Hass" am Konzerthaus Tallinn und beim Olavsdagene Festival Trondheim. Und in Stefan Herheim "Ring der Nibelungen" an der Deutschen Oper Berlin übernahm sie 2020 und 2021 die Rollen der GERHILDE, GUTRUNE und der 3. NORN.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten zwei der geplanten Vorstellungen von Aile Asszonyi als BRÜNNHILDe an der Deutschen Oper, ihr Haus-Debüt an der Oper Leipzig in der Rolle der Senta, LEONORE in Beethovens "Fidelio", sowie die Wiederaufnahme der "Götterdämmerung" am Oldenburgischen Staatstheater ersatzlos gestrichen und ihr Haus-Debüt an der Israeli Opera Tel Aviv mit Strauss ELEKTRA auf eine spätere Spielzeit verschoben werden. Weitere zukünftige Verpflichtungen werden sie u.a. an die Oper Frankfurt, das Theater Erfurt, sowie abermals an die Deutsche Oper Berlin führen.

Ihrer Diskographie umfasst Jan van Gilses “Symphonie Nr. 3” mit dem Nederlands Sinfonie Orkest und “The Horses of Saint Mark” von Isidora Zebeljan mit dem Janacek Philharmonic Orchestra und dem Zebeljan Ensemble, beide unter unter David Porcelijn; eine CD mit Preisträgern des “Concours Musicale Reine Elisabeth” und Dallapiccola's "Il Prigioniero" als Live-Mittschnitt aus der Oper Graz unter Dirk Kaftan.

Sie hatte das Vergnügen, mit Dirigenten wie Neeme Järvi, Paavo Järvi, Eri Klas, Arvo Volmer, Rasmus Baumann, Donald Runnicles und Dirk Kaftan, und mit Regisseuren wie Stefan Herheim, David Pountney, Nicola Raab, Tobias Kratzer, Michiel Dijkema und Peter Konwitschny zusammenzuarbeiten.

Mit der Titelrolle der TURANDOT gibt Frau Asszonyi ihr Debüt am Saarländischen Staatstheater, an dem sie in dieser Spielzeit auch als ISOLDE in Wagners "Tristan und Isolde", sowie in den nächsten Spielzeiten als BRÜNNHILDE in Wagners "Ring der Nibelungen" zu erleben sein wird.


https://www.aileasszonyi.com/

Besetzt 2021/2022


La Principessa Turandot