3. Inspirationskonzert Korngold

Stefan Neubert Klavier und Dirigent, Johanna Ruppert Violine, Saarländisches Staatsorchester

 

Erich Wolfgang Korngold Der Schneemann, Ouvertüre

Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur KV 207

Erich Wolfgang Korngold Baby-Serenade

 

Er wurde als das Wunderkind der Moderne gefeiert und seine Biographie ist eine der ungewöhnlichsten des 20. Jahrhunderts: Erich Wolfgang Korngold. Der 1897 in Brünn Geborene hatte nach Mozart als zweiten Namen Wolfgang bekommen, und mit Erich Wolfgang nahm das zweite Wunder der Musikgeschichte seinen Lauf. Er war gerade einmal elf Jahre alt, als seine Ballettpantomime »Der Schneemann« – an der Wiener Hofoper in der Instrumentierung von Zemlinsky uraufgeführt wurde. Es folgten bald Lieder, Orchesterwerke und 1916, Korngold war noch keine 20 Jahre alt, da feierten seine Opern »Der Ring des Polykrates« und »Violante« ihre umjubelten Uraufführungen. Seine nächste Oper »Die tote Stadt« (1920) war der Höhepunkt des kometenhaften Aufstiegs. Auch mit der Bearbeitung von Operetten des von ihm verehrten Johann Strauss jr. machte sich Korngold einen Namen. Die Musik des Walzerkönigs erlebte geradezu eine Renaissance.

 

Die Freundschaft mit Max Reinhardt führte Korngold in die Vereinigten Staaten. Er sollte in Hollywood die Bearbeitung von »A Midsummer Night‘s Dream« übernehmen. Zwei Oscars erhielt Erich Wolfgang Korngold für seine Filmmusiken. Mit den Partituren zu Filmen wie »The Adventures of Robin Hood« oder dem Streifen »Deception«, dem Korngolds Cello-Konzert in C op. 37 unterlegt war, setzte er höhere Wertmaßstäbe und hat damit den Hollywood-Sound bis heute geprägt. Kaum war der Weltkrieg zu Ende, kehrten die Korngolds nach Wien zurück, doch künstlerisch war die Rückkehr ernüchternd. Am Ende seines Lebens jedoch war Korngolds Musik nicht mehr in Mode. Der Überfluss wunderschöner Melodien galt als antiquiert.

Termine


Alte Feuerwache


Sonntag, 26. Mai 2019, 18:00