Mozart trifft auf Beaumarchais

Abenteuerlich wie das Leben des geistreichen französischen Dramatikers Pierre Caron de Beaumarchais gestaltete sich auch die Uraufführung seines bedeutendsten Stückes »La folle journée ou Le mariage de Figaro«: Beaumarchais karikierte schonungslos die Konflikte zwischen dem auf Machterhalt bedachten Adel und der unter dem Einfluss der Aufklärung selbstbewusst gewordenen Untertanen – die alte Gesellschaftsordnung war bedenklich ins Wanken geraten. Klar, dass Ludwig XVI. über die Komödie alles andere als »amused« war … Er unternahm denn auch alles, um die Aufführung zu verhindern, prophezeite, dass »man eher die Bastille niederreißen werde, als dieses Stück spielen« – vergebens. Die Komödie wurde zu einem riesigen Bühnenerfolg, der durch Mozarts und Da Pontes Oper »Le nozze di Figaro«, die auf Grundlage von Beaumarchais` Vorlage entstand, bis heute anhält.

Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle, die an der Saar-Uni den Lehrstuhl für französische Literaturwissenschaft innehat, widmet sich in ihrem Vortrag dem bedeutendsten französischen Komödienautor und zieht die roten Fäden zwischen dessen Figaro-Trilogie und Mozarts »Figaro«. Spannend! Und wem der Vortrag Lust auf mehr gemacht hat: Um 19:30 Uhr hebt sich im Großen Haus der Vorhang für Mozarts Oper »Le Nozze di Figaro« in der Inszenierung von Eva Maria Höckmayr.

Termine


Staatstheater, Mittelfoyer

Einführung 30 Min vor Beginn

Samstag, 11. Jan 2020, 16:00
Eintritt frei