1. Sinfoniekonzert Der Zauber des Neubeginns

Antonín Dvorák
Karneval-Ouvertüre A-Dur op. 92

George Gershwin
Konzert für Klavier und Orchester F-Dur

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

 

„Viele Leute glaubten, die Rhapsody sei nur ein glücklicher Zufall gewesen“, erinnerte sich George Gershwin, „also machte ich mich daran, ihnen zu zeigen, dass ich noch eine Menge mehr drauf habe als das.“ Unmittelbar nach dem Erfolg mit der Rhapsody in Blue wollte er sich nicht auf den Lorbeeren seines Erfolgs ausruhen, sich selbst nochmal übertreffen. Und er hielt sein Versprechen: Als US-Amerikaner mit russischen Wurzeln und Freunden aus aller Welt sog Gershwin sein ganzes Leben lang die Musik anderer Kulturen auf wie ein Schwamm und so brillieren seine Werke durch den Zauber des Neuen und Unerwarteten.

Jedem Anfang wohnt nun nicht nur ein Zauber inne, sondern ebenso die Gewissheit, dass irgendwann ein Ende folgt. Ein solches Ende markiert die 4. Sinfonie von Brahms, der keine weitere Sinfonie aus der Feder des Tonsetzers folgen sollte. Und dennoch wohnt auch diesem Ende der Zauber eines Neuanfangs inne. Ein Briefwechsel mit seiner Freundin Elisabet von Herzogenberg unterstreicht die Besonderheit und Exponiertheit des Werks: „Man wird nicht müde, hineinzuhorchen und zu schauen auf die Fülle der geistreichen Züge, seltsamen Beleuchtungen, rhythmischer, harmonischer und klanglicher Natur. Aber [...] es ist mir, als wenn nicht für jeden einfachen Liebhaber die Schönheiten alle offen da lägen.“ Eine großartige Aufforderung des Komponisten, sich dem Unbekannten mutig zu stellen.

Nicht minder beeindruckend läutet auch Antonín Dvorák mit seiner Karneval-Ouvertüre den Beginn von etwas Neuem ein. Er feiert die Lebendigkeit und Aufregung des Menschen, der die Zukunft freudig und offen erwartet. Als wahrhaftiger Auftakt in eine neue Spielzeit steht das Programm nun also stellvertretend für all die fantastischen Ideen und Möglichkeiten, die noch in der Zukunft liegen. Auf einen feurigen Start mit Übermut und Genuss, ohne das Wesentliche aus dem Blick zu verlieren!

Tipp: Kindermusikwerkstatt bei Sonntagskonzerten

Musikbegeisterte Kinder zwischen vier und neun Jahren sind während der Sonntagskonzerte herzlich eingeladen, spielerisch das Orchesterinstrumentarium und ein Werk des Programms kennenzulernen. Los geht´s um 10:30 Uhr, in der Konzertpause gibt es Brezeln und Wasser zu Stärkung. Dieses Angebot (3 € pro Kind) gilt nur in Kombination mit dem Kauf einer Konzertkarte. 

Besetzung