Presse-Stimmen


 

» Wo bit­te ist im Thea­ter der Re­peat-Knopf? Am En­de des Er­öff­nungs-Abends für das drit­te Tanz­fes­ti­val Saar im Saar­brü­cker Staats­thea­ter will man „Bit­te noch­mal!“ ru­fen, für bei­de Stü­cke. (...) „Cla­ra“ fas­zi­niert und funk­tio­niert an­ders, vor al­lem als tän­ze­ri­sches Meis­ter­werk. Je­de Kör­per­fa­ser zählt – das Saar­brü­cker En­sem­ble hat mit Ce­lis wahr­lich ei­ne Meis­ter­klas­se er­reicht. Für die Haupt­rol­le steht zu­dem ei­ne ide­al­ty­pi­sche Be­set­zung zur Ver­fü­gung. «
Cathrin Elss-Sehringhaus, Saarbrücker Zeitung

»So sehen Menschen aus: Tänzer in körperfarbenen hautengen Kostümen treten auf beim großartigen Ballettabend „Futureworld“ und zeigen sich in ihrer ganzen Schönheit: Sie wirken nackt, verletzlich und ursprünglich. Dann wechselt am Saarländischen Staatstheater das Licht, und man fragt sich: Sehen so Menschen aus? Denn plötzlich leuchten auf den Körpern Platinen und Drähte – das Innenleben von Computern auf. Sind das Cyborgs? Oder Roboter? Der Saarbrücker Ballettdirektor Stijn Celis geht in seinem neuen Stück „Clara“ der Frage nach, was künstliche Intelligenz mit Menschen macht.(...) Auf das Stück von Celis folgt „Liedgut“ von Richard Siegal, eine Produktion aus dem Jahr 2014 und bis heute eines der spannendsten Ballette der letzten Jahre. (...)Das Publikum feierte den Ballettabend. In beiden Stücken zeigt sich das Staatsballett in Höchstform: Präzise, formschön und voller Agilität.« 
Karsten Neuschwender, OPUS Kulturmagazin

»Future World« ist ein beeindruckender Doppelabend mit starker Tanzleistung und absolut sehenswerten Choreografien. Beide Male gehen Musik, Tanz und Bühnenbild eine stimmige Liaison ein.«
Oliver Sandmeyer, saartext

»Erstaunlich, packend und poetisch! (…)gelingt bravourös, weil Stijn Celis auf seine so gekonnten grazilen Tanzfiguren setzt, weil er den Raum auf der Bühne immer im Blick hat und elegant gestaltet und auch in der Musikauswahl auf eine gewisse Eleganz setzt.«
Barbara Grech, SR2

Future World

WENN AVATARE TANZEN
Der Mensch als Schöpfer

 

E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« gehört zu den zentralen Werken der »schwarzen Romantik«. Sie blickte – quasi zwischen der Aufklärung und Sigmund Freud – auf die dunkle Seite des Menschen. E.T.A. Hoffmanns Geschichte vom merkwürdigen Dr. Coppelius, der eine menschenähnliche Puppe erschafft, entstand nur wenige Jahre vor Mary Shelleys heute noch bekanntem »Frankenstein«. In beiden Geschichten geht es um menschliche Urängste und Allmachtsphantasien. Der Mensch erhebt sich zum Schöpfer eines nach seiner Façon geformten vermeintlich perfekten Wesens, das dann für manche Verwicklung sorgt.

Ausgehend von E.T.A. Hoffmann kreiert Stijn Celis ein neues Stück mit dem Titel »Clara«; den Abend komplettiert Richard Siegals 2014 entstandenes Ballett »Liedgut«.

Stijn Celis ist seit der Spielzeit 2014/2015 Künstlerischer Leiter des Saarländischen Staatsballetts. Von 2004 bis 2007 war er Ballettdirektor am Stadttheater Bern. Im Lauf seiner Karriere hat er für renommierte Kompanien wie die Grands Ballets Canadiens, das Tanzensemble der Göteborger Oper, das Nederlands Dans Theater oder das Semperoper Ballett choreographiert. Richard Siegal, in den USA geboren, tanzte zwischen 1997 und 2004 bei William Forsythes Ballett Frankfurt. In dieser Zeit entstanden seine ersten Choreographien. 2005 gründete er die interdisziplinäre Künstlerplattform The Bakery mit Sitz in Berlin. Zwischen 2013 und 2015 hat er mehrere Werke für das Bayerische Staatsballett erarbeitet; weitere Uraufführungen entstanden etwa für das Cedar Lake Contemporary Ballet und das Hessische Staatsballett. 2016 etablierte er seine eigene Kompanie mit dem Namen Ballet of Difference. In seinen Arbeiten kombiniert er regelmäßig Tanz mit Medientechnologie.

Premiere


Großes Haus

05.03.2020

Termine


Großes Haus


Dienstag, 02. Jun 2020, 19:30

Donnerstag, 18. Jun 2020, 19:30

Mittwoch, 01. Jul 2020, 19:30

Besetzung


LIEDGUT
Ballett von Richard Siegal, Musik von Atom™
Choreographie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtdesign
CLARA

Ballett von Stijn Celis, Musik von Isao Tomita, Max Richter, Peder Mannerfelt u.a.