2. Kammerkonzert

Mechtild Diepers Querflöte, Christine Christianus Violine, Leszek Kusmirek Viola, Adrian Janke Violoncello, Fedele Antonicelli Klavier


Johann Joachim Quantz
Flötenquartett Nr. 1 D-Dur für Flöte, Violine,Viola, Basso continuo QV 4:8
Felix Mendelssohn-Bartholdy Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49 (bearbeitet für Flöte, Violoncello, Klavier)
Philippe Gaubert »Médailles Antiques – Nymphes à la fontaine« Tänze für Violine, Flöte und Klavier
Claude Debussy Klaviertrio G-Dur L3

Abwechslungsreich, virtuos und hinreißend: Das 2. Kammerkonzert lockt mit einer ganz besonderen Mischung aus Raritäten des Repertoires und Klassikern. Gleich vier große Komponisten (nicht nur) der Kammermusik stehen im Mittelpunkt, vier Werke aus unterschiedlichen Klangwelten, vom Barock bis zur Moderne, aus Deutschland und Frankreich, gilt es zu entdecken.

Johann Joachim Quantz, den man heutzutage vorrangig als Flötenlehrer Friedrich des Großen und als Autor der Flötenschule »Versuch einer Anweisung die Flöte traversière zu spielen« (auch heute noch eine der wichtigsten Quellen zur historisch-informierten Aufführungspraxis), war keineswegs nur ein großer Pädagoge. Als ebenso ein virtuoser Flötist und vielseitig gebildeter Musiker erweiterte er mit eigenen Kompositionen maßgeblich die Klangwelt der Flötenmusik.

Felix Mendelssohn-Bartholdy brachte 1840 sein erstes Klaviertrio in d-Moll zur Uraufführung und wählte dafür den Ort, der unmittelbar mit seinem Werden und Wirken als Komponist verbunden war: das Gewandhaus Leipzig. Die Uraufführung des Trios op. 49 kam mit »zauberischer Frische« einer Neugründung der Gattung gleich.

Philippe Gaubert war einer der prominentesten Musiker Frankreichs in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen. Nach einer großen Karriere als Flötist der Opéra Paris wurden ihm 1919 gleich drei Posten übertragen, die ihn auf die höchste Ebene des französischen Musiklebens beförderten: Am Pariser Konservatorium wurde er Professor für Flöte und die Société des Concerts sowie die Opéra Paris ernannten ihn zu ihrem Chefdirigenten. In seinen Kompositionen assimilierte er viele Innovationen von César Franck, Maurice Ravel und Claude Debussy.

Denkt man an den Frühling in Paris, so denken viele Kunstliebhaber unwillkürlich an den Impressionismus: Picknicks im Grünen, Spaziergänge an der Seine, die in zarten Farbvaleurs changierende Silhouette einer Stadt. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn man all dies auch in der Musik Claude Debussys hören kann?