// Guillaume Tell | Saarländisches Staatstheater

Presse-Stimmen


»Sébastien Rouland dirigiert schon in der Ouvertüre bis der Schweiß perlt. Tempo, Dynamik: Er fordert viel im Graben, und das Staatsorchester nimmt nach ein paar Wacklern auch mächtig Fahrt auf. So ist man mit dem traumhaften Chor gleichauf. Rouland erweist sich aber auch als sensibler Klangmodelleur, der die lyrischen Passagen auskosten lässt, das Tête-à-tête von Arnold und Mathilde wunderbar zart zu betten weiß. Ein Dirigent? Ein Maestro!«
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Saarbrücker Zeitung, 11.09.2017, Oliver Schwambach

»Peter Schöne verkörpert den Titelhelden mit expressivem Bariton darstellerisch wie musikalisch überzeugend. Die Entdeckung des Abends ist Sungmin Song, dessen tenorale Strahlkraft mit leuchtender Höhe ebenso wie seine zarten, intimen Liebesszenen mit dem klangvollen, doch schlank geführten lyrischen Sopran von Pauliina Linnosaari das Publikum zu stürmischem Beifall hinrissen.«
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Die Rheinpfalz, 12.09.17, Konstanze Führlbeck

 »Rossini öffnet in seiner Grand Opera die ganze Zauberkiste: große Chöre, Ballette, herrliche Arien und Duette. Dirigent Sébastien Rouland macht daraus ein grandioses seelenvolles Gemälde. [...] Im nebligen Halbdunkel der abstrakt gehaltenen Drehbühne wirken die Schweizer Aufrührer und ihre Unterdrücker wie ein zuckendes, wuselndes Menschenknäuel. Und Tell wie ein Verlorener.«

SAARTEXT, 11.09.2017, Beate Früh

»Das Orchester unter der Leitung von Sébastien Rouland musiziert wohl ganz im Sinne von Rossini: Mit viel Schmackes, akustischer Schlagsahne und eben jenem Pathos, das Rossini komponiert hat.«
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SR2, 11.09.2017, Barbara Grech

 »Der Saarbrücker Tell konfroniert mit Mobbing, Unterdrückung und Folter, wie sie auch heute noch in Diktaturen auf der ganzen Welt praktiziert werden. […] Einblicke in ein Terrorregime: Regisseur Roland Schwab holt die Oper ins echte Leben. Ganz im Sinne des Intendanten Bodo Busse.« 
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SR2: aktueller bericht am Sonntag, 10.09.2017, Karsten Neuschwender

Guillaume Tell Wilhelm Tell

SELBER DENKEN
Eine Saisoneröffnung vom Spitzenkoch

„Wer klug ist, lerne schweigen und gehorchen!“ Diese Worte legte Friedrich Schiller seinem Landvogt Gessler in den Mund. Dessen Hut steht für Willkür und Despotismus – zwei Begriffe, die noch immer miteinander daherkommen, wenn die Unfreiheit regiert.

Rossini machte 1829 wie so oft die schwere Kost leicht verträglich – so wie es sonst nur Spitzenköche können. Apfelschuss und Tyrannenmord rasen im Galopp vorbei – und doch bewegt uns auch dies fein Gewürzte zu Tränen, denn wir wissen, dass die Gesslers noch unter uns sind, nur andere Namen und oft auch keine Hüte mehr tragen.

Beginnen wir also die Saison und ein neues Saarbrücker Theaterkapitel mit allem, was Recht ist: der Freiheit, dem Widerstand gegen die Willkür und der Heldentat – und sei es die meisterhafte Kreation dieses Sternekochs unter den Komponisten! Rossini wurde zum Europäer – nicht ganz freiwillig –, aber letztlich mit großer Lust. Und wenn er dem Freiheitskämpfer eine Stimme gab, dann bewies die Oper, dass sie mehr sein kann als nur ein klingendes Museum. Was klug ist, sagen uns der Dichter und der Komponist nicht. Sie lassen uns fühlen, warum wir selber denken und handeln müssen. Bon appetit!

Premiere


Großes Haus

10.09.2017

Termine


Großes Haus

Dauer: 210 Min, Einführung 30 Min vor Beginn
Mittwoch, 01. Nov 2017, 18:00 h

Dienstag, 14. Nov 2017, 19:00 h

Freitag, 24. Nov 2017, 19:00 h

Samstag, 02. Dez 2017, 19:00 h

Besetzung


Musikalische Leitung
Inszenierung
Einstudierung Chor

Hedwige
Guillaume Tell
Arnold Melcthal
Walter Furst
Melcthal
Leuthold
Der Opernchor und Extrachor des Saarländischen Staatstheaters