// Nathan | Saarländisches Staatstheater

Nathan oder Das Märchen von der Gleichheit

DARF’S EIN BISSCHEN MEHR SEIN?
Wie die Toleranz zur Ware wird

Er gilt als Reformator des deutschen Theaters: Gotthold Ephraim Lessing. Sein Meisterwerk „Nathan der Weise“ von 1779 gilt wiederum als zeitlos moderne Diskussion über die Utopie einer gleichberechtigten Koexistenz unterschiedlicher Religionen.

Die Ringparabel, Nathans beeindruckende Toleranzrede, zählt zu den wichtigsten Texten der europäischen Aufklärung. Der berühmte Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani bezeichnete Lessings Nathan einmal als „ersten Makler der Humanität“, der die hochgehaltene und viel geforderte Toleranz vor allem als „Verkaufsstrategie“ benütze.

Was kann uns das Märchen von den drei gleichen Ringen also heute erzählen? Schauspieldirektorin Bettina Bruinier wird mit ihrem Team dieser Frage nachgehen. Und dass diese Frage im Reformationsjahr gestellt wird, mag darauf hinweisen, dass es nicht immer um das Gegeneinander von Christentum und Islam oder Judentum gehen muss. Wer die Kreise enger zieht, findet auch innerhalb der großen Weltreligionen Mord und Totschlag.

Premiere


Großes Haus

16.09.2017

Termine


Großes Haus

Dauer: 140 Min, Einführung 30 Min vor Beginn
Mittwoch, 27. Sep 2017, 19:30 h

Freitag, 29. Sep 2017, 19:30 h

Freitag, 06. Okt 2017, 19:30 h

Sonntag, 08. Okt 2017, 14:30 h

Dienstag, 17. Okt 2017, 19:30 h

Freitag, 20. Okt 2017, 19:30 h

Mittwoch, 15. Nov 2017, 19:30 h

Freitag, 17. Nov 2017, 19:30 h

Dienstag, 05. Dez 2017, 19:30 h

Mittwoch, 13. Dez 2017, 19:30 h

Donnerstag, 21. Dez 2017, 19:30 h

Besetzung


Inszenierung
Bühnenbild
Dramaturgie
Einstudierung "Chor der Gläubigen" (ensemble4)

Sultan Saladin
Ein junger Tempelherr
Der Patriarch von Jerusalem und Chorführer
Derwisch und Klosterbruder