Presse-Stimmen


»All diesen Personen gibt Sänger Salomón Zulic del Canto , ausgestattet mit Headset und Handmikrofon, ein Gesicht und eine Stimme. Sein strahlend kraftvoller und falsettfähiger Bariton meistert jede Ton- und Stimmungslage, dazu verkörpert er intensiv jedes Entwicklungsstadium: das daddelnde Kind; den zynisch kriegslüsternen, ja tötungsgeilen Rekruten; den verängstigten, hilflosen Soldaten; den gebrochenen Veteran. (...) Verdienter Riesenapplaus.«

Saarbrücker Zeitung, 19.2.2019, Kerstin Krämer

»Dass der „Solist Salomón Zulic seine Partie mit beeindruckender stimmlicher Präsenz meistert, zusammen mit dem Kammerensemble des Staatsorchesters macht er Littles düstere, schillernde Partitur zu einem musikalischen Erlebnis.«

SR3 Saarlandwelle, 18.2.2019, Johannes Kloth

Soldier Songs

ÄNGSTE UND HOFFNUNGEN IN UNIFORM
Ein Opernkomponist erobert die Album-Charts


Moderne Opern sind nicht cool, ihre Komponisten aber unbekannt? Nein. Unter den 50 erfolgreichsten Alben des Jahres 2016 rangiert David T. Little in den USA immerhin auf Platz 19 – unweit gelistet Rihanna (12) oder Radiohead (15). Das Saarländische Staatstheater hat sich die Europäische Erstproduktion der »Soldier Songs« des 1978 geborenen Komponisten gesichert und thematisiert damit ein ewig aktuelles Sujet: Menschen, die Soldaten werden und andere Menschen töten müssen, geraten in den Grenzbereich des Menschseins. Schließlich  unterscheiden wir uns von anderen Primaten eigentlich durch die Möglichkeit, Konflikte verbal auszutragen und beizulegen. Die »Soldier Songs« wurden bislang ausschließlich in den USA aufgeführt und gehören doch auf allen Kontinenten gesungen. Der Komponist David T. Little kombiniert Rock-Musik mit Klassik, sucht nach Klängen, die das Unsagbare ausdrücken helfen. Schließlich werden Soldaten in vielen Kulturen seelisch »gebrochen«, damit sie keine Skrupel entwickeln. Die Musik kann Sprach- und Glaubensbarrieren spielend leicht überwinden. Mit den »Soldier Songs« versucht David T. Little, Ängsten, Träumen und Hoffnungen der Uniformträger einen klanglichen Ausdruck zu verleihen. Faszination und Resignation liegen eng beieinander bei diesem Komponisten, über den die »New York Times« schrieb, dass er zu den herausragenden Tonsetzern unserer Zeit gehört.

Jochen Strauch (Inszenierung) ist gelernter Theaterregisseur, der erste Erfahrungen im Schauspiel Köln, bei den Münchner Kammerspielen und im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sammelte und seit 2002 freischaffend als Regisseur in Deutschland, der Schweiz und Italien arbeitete. 2009 graduierte er parallel zum Regieberuf als Executive Master in Arts Administration an der Universität Zürich und übernahm seinen ersten Job im Management von Theatern als Kommunikationsexperte des Thalia Theaters in Hamburg. Ab 2017 ist er wieder fokussiert als freischaffender Regisseur tätig.

Premiere


Alte Feuerwache

17.02.2019

Besetzung


Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme

Saarländisches Staatsorchester
Statisterie des Saarländischen Staatstheaters