1. Inspirationskonzert Richard Strauss

Richard Strauss Serenade für 13 Blasinstrumente Es-Dur op. 7 (1881)

Richard Strauss Tanzsuite nach Klavierstücken von François Couperin TrV 245 (1923)
Richard Strauss »Metamorphosen« Es-Dur Studie für 23 Solostreicher, (1945) o.op. 142

 

Richard Strauss machte sich vor allem als Komponist von Sinfonischen Dichtungen und Opern einen Namen, Kammermusik gilt nicht als seine Domäne. Die wenigen dazugehörigen Werke entstanden zum Beginn und zum Ende seiner Schaffenszeit. Da sein Vater 1. Waldhornist der Münchener Hofkapelle war, kam Richard Strauss sehr frühzeitig mit Musik in Berührung. Sein außergewöhnliches Talent wurde erkannt und der Vater vertraute den musiktheoretischen Unterricht Hofkapellmeister Friedrich Wilhelm Meyer an.

Ihm widmete Richard Strauss seine Es-Dur-Serenade für Bläser, eines seiner frühesten Werke. Hans von Bülow war von ihrem »virtuosen Glanze« derart begeistert, dass er es in das Tournee-Programm seiner Meininger Hofkapelle aufnahm. Für die Tanzsuite hatte Richard Strauss Cembalo-Stücken von François Couperin ausgewählt und orchestriert. Sie war Teil einer Ballett-Soirée, die im Februar 1923 im Rahmen des Wiener Karnevals uraufgeführt wurde. Sein letztes großes Orchesterwerk, die »Metamorphosen«, komponierte Strauss als Reaktion auf die menschlichen und kulturellen Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges.

Es ist ein Abschied von seinem Schaffen und der in Schutt und Asche liegenden Welt. Er selbst bezeichnete dieses tiefernste Stück als »Widerschein meines ganzen vergangenen Lebens«. Das Werk ist auch ein Zeugnis für die Goethe-Verehrung des Komponisten, schon der Titel weist über die Bezüge zu Ovid hinaus auf einen Kardinalbegriff der Naturforschung Goethes. So ist dieser Klagegesang eine unentwegte Verwandlung, eine Variationskette bezugnehmend auf Beethovens Trauermarschthema der »Eroica«.

Besetzung


Es spielt das Saarländische Staatsorchester.