Presse-Stimmen


»Was danach kommt an diesem samstäglichen Premierenabend des Staatstheaters ist ein kleines Wunder: Fast zwei kurzweilige Stunden folgt man gefesselt dem „Wunder um Verdun". [...] Nur ein wenig märchenhafter Zauber lässt uns das Wiederauferstehen Deutscher und Franzosen aus dem Massengrab hier sogar leicht glauben. Wie diese lehmverschmierten Elendsgestalten einen schaurigen (Un-)Totentanz hinlegen, ist für den Zuschauer sehr berührend.«

Saarbrücker Zeitung, 28.5.18, Silvia Buss

»Wenn aus der szenischen Lesung ein Schlachtfeld wird, ein wirkliches intensives Bühnenbild, toll inszeniert und greifbar plastisch, verwandelt sich die Bühne in eines der Schlachtfelder um Verdun.«
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SR2, 28.5.18, Barbara Grech

»Ein Theater-Abend mit starken Momenten, einem intensiven Bühnenbild und starker schauspielerischer Leistung. Leider aber auch mit vielen Längen. Weniger wäre mehr gewesen.«

Saartext, 28.5.18, Barbara Grech

Das Wunder um Verdun 13 Bilder wider das Vergessen

SCHÖNER TRAUERN
Ein fast vergessener Klassiker wird lebendig

Hans Chlumberg zählt zu den fast vergessenen genialen Theaterschriftstellern. Er überlebte die blutigen Isonzo-Schlachten zwischen Österreich und Italien im Ersten Weltkrieg und starb bei den Proben zu seiner deutschen Uraufführung von „Wunder um Verdun“ 1930 in Leipzig. Dort stürzte er in den Orchestergraben. So wurde Chlumberg nur 33 Jahre alt und hinterließ mit „Wunder um Verdun“ ein ganz besonderes Werk.

Solche Wunder blieben zwischen 1914 und 1918 bekanntlich weitgehend aus. Und daher spielt die Groteske in der nahen Zukunft, im Jahr 1939. Kurz vor den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Kriegsbeginns kommen Vergnügungsreisende aus allerlei Nationen zu den Schlachtfeldern an der Marne, in Argonnen und um Verdun. Schnell entsteht ein Streit zwischen Deutschen, Franzosen, Engländern und Amerikanern um die Anzahl der Gefallenen und die Größe der Grabfelder. Wer hat mehr Opfer zu beklagen und wer feiert am ergreifendsten? Aus dem skurrilen Streit entwickelt sich eine handfeste Staatskrise, in die nicht nur die Lebenden verwickelt sind.

Ob wir aus der Geschichte lernen? In der szenisch-musikalischen Annäherung an „Wunder von Verdun“ erinnert das Saarländische Staatstheater nicht nur an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, sondern auch an einen hochbegabten Schriftsteller, der viel zu früh starb und damit das Schicksal von Millionen Weltkriegsopfern teilt.

Besetzung


Inszenierung
Bühnenbild
Dramaturgie
Einstudierung Kinderchor

Ivan Volosatov (Violoncello)
Der Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters