Presse-Stimmen


»Der neue „Rosenkavalier“ am Saarbrücker Theater ist ein Rundumvergnügen. Mit fantastischen Stimmen, einem glänzenden Orchester und einer Regie, die Hofmannsthals Wort-Soufflés mit kräftigem Witz und kühler Bühne etwas entgegensetzt.«
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Saarbrücker Zeitung, 24. März 2019, Oliver Schwambach

»Pauliina Linnosaari* gibt die Feldmarschallin Fürstin Weidenberg - und überzeugt nicht nur mit ausdrucksstarker Stimme, sondern auch mit ihrer Bühnenpräsenz - kontrolliert, überlegend und doch auch leidenschaftlich im Zusammenspiel mit ihrem Liebhaber.«
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SR3 Saarlandwelle, 24. März 2019, Michael Schneider

Der Rosenkavalier

KUCHEN, TANTCHEN, FEUCHTE SCHMATZER
Warum uns wehmütige Musik trösten kann


Das Leben besteht aus drei Phasen. In Phase eins freut man sich bei Familienfeiern über leckeren Kuchen und lässt sich Geldgeschenke von Tanten und Onkeln zustecken. In Phase zwei wünscht man jene Verwandtschaft zum Teufel und nimmt Reißaus – mitunter jahrzehntelang. In Phase drei trifft man jene Tanten und Onkel wieder – diesmal bei Beerdigungen. Es gibt noch immer Kuchen, und man verdrückt heimlich ein Tränchen ob dieser Welt, die unaufhaltsam untergehen muss. Von jener Veränderung erzählen Strauss und von Hofmannsthal in ihrer »Komödie mit Musik«, wie der Opernbestseller bescheiden genannt werden möchte. Octavian und Sophie verkörpern jene junge Menschen, die gerade erst erwachsen werden und die älteren Zeitgenossen – noch – nicht verstehen. Octavian liebt die immerhin schon »steinalte« 38-jährige Feldmarschallin und Sophie soll an einen trotteligen Landadeligen verheiratet werden ... Wir betrachten die Komödie mit einem Lächeln, da wir wissen, wie sich die Wandlung zum Erwachsensein  anfühlt. Das Kind in uns schmeckt den süßen Kuchen, die Frau oder der Mann in uns fürchten sich vor den ersten Beerdigungen. Keine Musik drückt dies mitfühlender aus als Richard Strauss’ aus den Fugen geratene Walzer und Zaubermusiken. Im Orchestergraben wird geschwitzt, im Zuschauersaal wird geschwelgt und auf der Bühne wird gesungen, dass uns Raum und Zeit ineinander zu fl ießen scheinen. Ist’s ein Traum, kann es wirklich sein? Ja, es kann, und von Zeit zu Zeit brauchen wir diesen Rosenkavalier so sehr, wie den wehmütigen Blick ins Fotoalbum.

Jakob Peters-Messer inszeniert an fast allen großen  Theatern Deutschlands, sowie in Frankreich, Österreich, der Schweiz, Spanien und Portugal. Über 20.000 Zuschauer sahen im Sommer 2016 seine »Tosca« bei den Erfurter DomStufen-Festspielen, die Oper Bonn zeigte seinen »Fidelio« beim internationalen Opernfestival in Südkorea. In der vergangenen Theatersaison stellte sich PetersMesser mit »Salome« dem saarländischen Publikum vor.

Premiere


Großes Haus

23.03.2019

Termine


Großes Haus

Dauer: 255 Min In deutscher Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln

Donnerstag, 20. Jun 2019, 18:00

Musikalische Leitung Roger Epple

Marschallin Pauliina Linnosaari
Faninal Stefan Röttig
Octavian Karolina Gumos als Gast


Besetzung


Musikalische Leitung
Musikalische Leitung
Bühnenbild
Einstudierung Chor

Baron Ochs auf Lerchenau
Octavian
Herr von Faninal
Sophie
Jungfer Marianne Leitmetzerin
Annina
Ein Polizeikommissar/Ein Notar
Haushofmeister der Feldmarschallin
Haushofmeister bei Faninal
Ein Wirt
Ein Sänger
In weiteren Rollen: Solisten des Opern- und Kinderchors
Saarländisches Staatsorchester
Opernchor und Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters
Statisterie des Saarländischen Staatstheaters