Presse-Stimmen


»Womit wir bei einem weiteren Highlight dieses Opernabends wären - bei der Sopranistin Olga Jelínková. Die Tschechin ist die geborene Violetta: Schön anzuschauen, grazil mit einer perfekten Koloraturstimme und schauspielerischem Talent.«
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SR2 KulturRadio, 27.8.2018, Barbara Grech

»Doch Ben Baurs Inszenierung und die musikalische Darbietung von Stefan Neubert widerstehen dem Reflex in Schmalz und Pomp unterzugehen. Sie versuchen es mit Schlichtheit. Und das mit Erfolg! Klar und trotzdem anrührend.«

Saartext, 27.8.2018, Barbara Grech

»Und doch ist die „Traviata“ gelungen, auch, weil Stefan Neubert am Pult mit maximaler Zurückhaltung die perfekte musikalische Begleitung bietet. Präzise führt er das Staatsorchester. Sauber wie ein Uhrwerk begleiten dessen Musiker selbst die dramatischsten Gefühlsausbrüche.«
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Saarbrücker Zeitung, 28.8.2018, Joachim Wollschläger

 »"La Traviata”, so streng inszeniert, ließ den Zuhörer an der Seelenlage der Protagonisten direkt teilhaben.«
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Opus Kulturmagazin, 27.8.2018, Friedrich Spangemacher

»Größte Bewunderung verdient das Saarländische Staatsorchester unter der musikalischen Leitung von Nathan Blair. In köstlicher Vollendung winden sich zarte Klänge um prächtige Melodien, in vorzüglicher Klarheit begleitet das Ensemble diese Inszenierung, entzückend auch die Tanzeinlagen der Ballettschule des Saarländischen Staatstheaters.«

Das Opernglas, 9.9.2018, E. Engler

La traviata

KAMELIEN IM KARNEVAL
Pretty Woman ohne Happy End – Verdi wusste, dass wir wiederkommen würden


Kommunikation ist der Feind der Oper. Hätte Desdemona mit Otello gesprochen: Nichts wäre passiert. Eine Aussprache zwischen Mimi und Rodolfo: Alles hätte sich in Dur und Wohlgefallen aufgelöst. Das Drama beginnt, wenn nicht gesprochen wird. Die Kurtisane Violetta sagt ihrem Verehrer Alfredo nicht, wie es um ihre Gesundheit bestellt ist, und er glaubt, dass er ihr nicht genug ist. So reist Violetta unglücklich aus dem gemeinsamen Liebesnest zurück nach Paris, wo sie der von Männern ausgehaltene Star der Gesellschaft ist. Die echte Kameliendame, Marie Duplessis, hatte einen alten Schulfreund in der Normandie, mit dem sie in einer Geheimschrift über ihre wahren Gefühle und die echten Namen ihrer zahlenden Kundschaft schrieb. Das war ihr Ventil aus der Überdruck-Kammer der Gefühle, Verdächtigungen und scheinheiligen Moralpredigten der Ehefrauen ihrer Lover.

Und weil auch wir nicht offen kommunizieren, leiden wir mit Violetta und Alfredo mit. Und die Moral? Die bleibt bei dieser »Pretty Woman«-Geschichte ohne Happy End besser zwischen den Karnevalsmasken versteckt, die Violettas Ende umgeben. Dies ist eine der schönsten Opern überhaupt, die uns am Ende zu dem Vorsatz bringt, in der nächsten Krise offen und ehrlich zu sein. Und Verdi wusste, dass wir immer wieder reumütig in dieses Stück zurückkehren würden ...

Ben Baur (Inszenierung) hat an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. Seine Arbeiten als Bühnen- und Kostümbildner führten ihn bisher an zahlreiche Theater und O pern häuser Europas. Seit 2014 arbeitet Ben Baur vermehrt auch als Regisseur, beispielsweise in Graz und St. Gallen. Dem Saarbrücker Publikum stellte er sich 2014 zuerst mit seiner Regiearbeit zu »Lucia di Lammermoor« vor.

Premiere


Großes Haus

26.08.2018

Termine


Großes Haus

Dauer: 150 Min In italienischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln

Dienstag, 04. Dez 2018, 19:30

Donnerstag, 20. Dez 2018, 19:30

Mittwoch, 26. Dez 2018, 18:00

Sonntag, 06. Jan 2019, 18:00

Samstag, 26. Jan 2019, 19:30

Besetzung


Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild
Kostüme
Choreographie
Einstudierung Chor

Violetta Valery
Flora Bervoix
Annina
Barone Douphol
Marchese D'Obigny
Dottore Grenvil
Commisionario / Domestico di Flora
Das Saarländische Staatsorchester
Der Opernchor des Saarländischen Staatstheaters
Die Statisterie des Saarländischen Staatstheaters
Die Ballettschule des Saarländischen Staatstheaters