Marguerite


Mit »Marguerite« von  Oscar-Preisträger Michel Legrand und den Machern von »Miss Saigon« und »Les Misérables« kommt in Saarbrücken ein Musical von Weltformat auf die Bühne des Saarländischen Staatstheaters, das im gesamten deutschsprachigen Raum noch nie zu sehen war.

In »Marguerite« geht es um eine große Liebe in Zeiten von Krieg und Zerstörung. Die Geschichte spielt im besetzten Paris Anfang der 40-er Jahre: Mit ausschweifenden Partys versucht die Gesellschaft der Seine-Metropole, den Krieg einfach wegzufeiern. Mittendrin: Die umjubelte Jazz-Sängerin Marguerite, der die Verehrer scharenweise zu Füßen liegen. An ihrem 40. Geburtstag lernt sie den jungen Jazz-Pianisten Armand kennen – eine Begegnung mit Folgen. Von nun an steht Marguerite zwischen zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der eine ein deutscher Nazi-Offizier namens Otto, Garant für ihren angenehmen Lebensstil, der andere ein mittelloser Pianist, der sich der Résistance anschließt. Ein Spiel mit dem Feuer beginnt …

MITTEN INS HERZ

Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft – ebenso wie Legrands unverwechselbare Musikmischung aus Chanson, Jazz und den Klängen Hollywoods à la Barbra Streisand. Oscar-Preisträger Michel Legrand schuf mit »Marguerite« ein Musical, das eine tiefe Verbeugung vor Paris, dem Jazz und dem Überlebenswillen einer ganzen Generation ist. Legrand, der mit »Parapluies de Cherbourg« und »Yentl« Filmgeschichte schrieb, zeigt mit »Marguerite« erneut seine Leidenschaft für Musik, die für die Ewigkeit bestimmt ist. Wir erkennen Dumas »Kameliendame«, Verdis »La Traviata«, leiden mit den Freunden wie in »La Bohème«

Für die beiden Hauptpartien wurden mit Katja Reichert (Marguerite) und Julian Culemann (Armand) zwei Stars der Musicalszene engagiert. Und zum Probenbeginn verkündete Generalintendant Bodo Busse eine Überraschung: Die saarländische Sängerin Ingrid Peters wird als »Chanteuse« das Lied »Paris« präsentieren. Eine kleine Rolle mit großer Wirkung – und für Ingrid Peters geht damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: »Ich habe mir schon immer gewünscht, in einem Musical zu singen und mit einem professionellen Team zusammenzuarbeiten«, sagt sie und fügt hinzu: »Außerdem bin ich einer der größten Michel-Legrand-Fans. Dass mir das jetzt passiert, ist ein Geschenk!« Bereits im Alter von sieben Jahren, 1963, hatte sie am Saarländischen Staatstheater ihren ersten großen Auftritt: als Peterchens Engel im Märchen »Peterchens Mondfahrt«.

PERSÖNLICHES TREFFEN MIT LEGRAND IN PARIS

Mit der Aufführung von »Marguerite« geht für Generalintendant Bodo Busse ein Herzenswunsch in Erfüllung: Es war seine Idee, Legrands Musical in Deutschland zum Leben zu erwecken. Schon lange hatte er sich um die deutschen Aufführungsrechte bemüht. Und Regisseurin Pascale Chevroton besuchte Legrand sogar im Herbst letzten Jahres noch in Paris, um mit ihm über die Saarbrücker Produktion seiner »Marguerite« zu sprechen. Ursprünglich war angedacht, dass er auch persönlich zur Premiere kommen wollte. Leider ist Michel Legrand im vergangenen Januar verstorben, so dass »Marguerite« nun posthum aufgeführt wird.

ÜBERWÄLTIGENDE MUSIKALISCHE SCHÖNHEIT

»Ich verehre die Musik von Michel Legrand schon seit meiner Jugend«, so Bodo Busse. »Als ich 1986, noch als Gymnasiast, erstmals den Film Yentl mit Barbra Streisand gesehen hatte, war ich wegen der Musik danach wie in Trance. Sofort habe ich mir nur alle verfügbaren Schallplatten (noch waren CDs nicht en vogue) mit Musik von Legrand gekauft. Als Student später habe ich meine Legrand-Sammlung mit den großen CD-Produktionen, die er u.a. mit Opernsängerinnen wie Jessye Norman oder Kiri Te Kanawa aufgenommen hat, vervollständigt.« Der Generalintendant weiter: »Als ich dann bei einer open-Air-Kinovorstellung in Zürich zu meiner Zeit dort als Regieassistent am Opernhaus erstmals das grandiose, durchkomponierte Film-Musical Les Parapluies des Cherbourg mit der ganz jungen Catherine Deneuve in der Hauptrolle gesehen hatte, war es endgültig um mich geschehen. Legrands Musik hat nicht nur den spezifischen französischen Flair der klassischen Chansons, sondern einen großen, fast spätromantischen sinfonischen Klang und vor allem eine überwältigende melodische Schönheit, die fast in die Nähe Puccinis kommt.«

Gerade das Melodische sei einzigartig in der Musik Legrands, so Busse: Große emotionale melodische Bögen, oft mit sequenzierten Wiederholungen von Motiven in aufsteigendem Gestus weisen eigentlich direkt in den Himmel der schönsten Musik. »Und genau dort lächelt Legrand jetzt hoffentlich voller Freude von seiner Wolke herab auf die Saarbrücker Marguerite«, so der Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters.


Mit freundlicher Unterstützung von


Premiere


Großes Haus

07.12.2019

Termine


Großes Haus

Dauer: 120 Min , Einführung 30 Min vor Beginn
Mit deutschen und französischen Übertiteln

Donnerstag, 12. Dez 2019, 19:30

Mittwoch, 18. Dez 2019, 19:30

Samstag, 21. Dez 2019, 19:30

Donnerstag, 26. Dez 2019, 18:00

Freitag, 10. Jan 2020, 19:30

Sonntag, 12. Jan 2020, 18:00

Dienstag, 14. Jan 2020, 19:30

Samstag, 18. Jan 2020, 19:30

Samstag, 25. Jan 2020, 19:30

Sonntag, 16. Feb 2020, 18:00

Samstag, 21. Mär 2020, 19:30

Sonntag, 29. Mär 2020, 18:00

Samstag, 11. Apr 2020, 19:30

Dienstag, 12. Mai 2020, 19:30

Besetzung


Musikalische Leitung
Inszenierung und Choreographie
Sounddesign
Dramaturgie
Einstudierung Chor

Marguerite
Pierrot
Hermann
Chanteuse
Georges
Saarländisches Staatsorchester
Opernchor des Saarländischen Staatstheaters
Statisterie des Saarländischen Staatstheaters