Presse-Stimmen


»Hat man Lessings „Minna von Barnhelm“ je so frisch und frech gesehen? Als rasantes Lustspiel, das die Lust durch erotische Überladung doppelt wörtlich nimmt? Mit starken Frauenfiguren, die machen, was sie wollen, und sich nehmen, wen sie wollen?«
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Saarbrücker Zeitung, 20.05.2019, Kerstin Krämer

»Denn am Ende dieses kurzweiligen Abends begreift man warum dieses Werk den Titel Lustspiel trägt. Weil man in jeder Szene die unbändige Lust am Spiel spürt. Und weil man hinterher direkt Lust hat, es sich gleich nochmal anzusehen.«
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SR2 Kulturradio, 19.05.2019, Michael Schneider

Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück

DIE MUTTER ALLER LUSTSPIELE
Der Gentleman aus dem Reclamheft


Ein Offizier und Gentleman in der Klemme. Major von Tellheim hat nicht nur militärisch eine Niederlage hinter sich, sondern ist auch noch verwundet. Und als wäre das nicht schon der GAU: Er hat eine Anklage wegen Bestechlichkeit an der Backe. Schlimmer kann es für einen preußischen Offizier wohl kaum kommen. Zu allem Unglück gesellt sich auch noch eine preußischen Offizieren wohl nicht ganz fremde Eitelkeit. Immerhin gibt es Hilfsangebote von allen Seiten – vor allem, um die prekäre finanzielle
Situation des Majors zu mildern. Doch der lebt – ganz deutscher Klischee-Soldat – lieber in der »Dackelgarage«, als jemandem dankbar sein zu müssen.
Tellheims Verlobte Minna kennt ihren Pappenheimer natürlich am besten. Sie versteht es listenreich, die aus Ehrgefühl gelöste Verlobung und andere Verwicklungen zum Glücke beider aufzulösen. »Minna von Barnhelm« ist die Mutter aller deutschen Lustspiele und dabei in keiner Weise antiquiert. So manche Frau hat sich einen Sturkopf erwählt und muss täglich alle Register weiblichen Witzes und weiblicher Weisheit ziehen, um ihn wenigstens nicht ständig vor die gleiche Wand rennen zu lassen. Minna von Barnhelm ist weit mehr als ein kleines gelbes Reclamheftchen in den Erinnerungen an unsere Schulzeit. Minna von Barnhelm ist ein intelligentes Lustspiel, das heute so aktuell ist, wie in seiner Entstehungszeit. Rühmann – Erhard – Loriot und Pastewka: Sie alle übernahmen die DNA dieses Stückes in ihre großen Erfolge.

Nach ihrem Studium an der HfMT Hamburg arbeitete die junge Regisseurin Anne Bader bereits am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg, am Staatstheater Mainz, am Staatstheater Nürnberg und am Theater Münster. Mit ihrer Inszenierung »Und dann kam Mirna« von Sibylle Berg war sie 2017 bei den Bayerischen Theatertagen vertreten.

Premiere


Großes Haus

18.05.2019

Termine


Großes Haus

Dauer: 110 Min , Einführung 30 Min vor Beginn

Samstag, 01. Jun 2019, 19:30

Ersatzvorstellung für die entfallene Aufführung vom 25. Mai 2019


Dienstag, 04. Jun 2019, 19:30

Freitag, 07. Jun 2019, 19:30

Dienstag, 18. Jun 2019, 19:30

Freitag, 21. Jun 2019, 19:30

Mittwoch, 26. Jun 2019, 19:30

Freitag, 28. Jun 2019, 19:30


Major von Tellheim
Minna von Barnhelm
Franziska
Paul Werner
Die Wirtin
Riccaut de Marlinière