Presse-Stimmen


»Philipp Weigand, mit einem Rahmen aus Haaren ums Gesicht (Kostüme: Johanna Lakner)  mimt  einen glatten Modemenschen („Den Körper will ich haben, auch wenn ich krepiere“) und spielt am Klavier ein locker perlendes Medley [...]. Ratlosigkeit macht sich breit unter den Figuren, auch bei der Bühnen-Jelinek (Verena Bukal), die mehrmals betont, sie habe ja „auch keine Ahnung“ und sich auch über die eigene Arbeit lustig macht: „Warum habe ich das jetzt gesagt? Um zu zeigen, wie die Zeit vergeht. Sehr langsam.«
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Saarbrücker Zeitung, 18.09.2017, Tobias Keßler

»Gekonnt zeigt Rippert die Modewelt, ohne sie tatsächlich zu zeigen. Schwere Kost dagegen sind die philosophischen Passagen. Das neue Ensemble überzeugt mit schauspielerischer Kraft.«

SAARTEXT, 18.09.2017, Lisa Betzholz

»Einen vorhandenen Text so kürzen, dass die skurillen und humoristischen Elemente in den Vordergrund treten – das hatte sich Matthias Rippert mit dieser Inszenierung vorgenommen. Zum Teil klappt das auch - es gibt viele komische Momente.«
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SR2 Kulturradio, 16.9.2017, Michael Schneider

»Schauplatz des Dramas ist die Mode. Das Ausmaß der Tragödie: Die Maße des Topmodels  Giselle Bündchen. […] Die Saarbrücker Inszenierung setzt auf Verkörperung anstatt auf Verkleidungen.«
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SR: Wir im Saarland - Kultur, 20.09.2017

Das Licht im Kasten Strasse? Stadt? Nicht mit mir!

UNTRAGBAR
Ein Träumchen mit sprachgewitzten Applikationen

Im Mittelalter war die Länge eines Schuhs festgelegt. Der Treter des einfachen Mannes war exakt „einen Fuß“ lang. Der Ritter trug das Eineinhalbfache und der Fürst konnte im Winter locker mit seinen Riesenschlappen zum Skifahren gehen, wäre das Skifahren schon in Mode gewesen. Mode war und ist ein Zeichen der Macht. Auch heute, da sich Gesellschaftsgruppen nicht mehr an der Schuhlänge erkennen, sondern an Markenklamotten.

In ihrem bissigen und hochpolitischen Text widmet sich Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek diesem Thema. Kaufrausch und Designerware, Umweltzerstörung und prekäre Arbeitsverhältnisse, Weltmarktpreise und Erkenntnisphilosophie – mit virtuosem Sprachwitz spiegelt sie Mode als Phänomen des westlichen Wohlstands wider, der nicht zuletzt auf der Ungleichheit zwischen armen und reichen Nationen beruht.