Das Wunder um Verdun 13 Bilder wider das Vergessen

SCHÖNER TRAUERN
Ein fast vergessener Klassiker wird lebendig

Hans Chlumberg zählt zu den fast vergessenen genialen Theaterschriftstellern. Er überlebte die blutigen Isonzo-Schlachten zwischen Österreich und Italien im Ersten Weltkrieg und starb bei den Proben zu seiner deutschen Uraufführung von „Wunder um Verdun“ 1930 in Leipzig. Dort stürzte er in den Orchestergraben. So wurde Chlumberg nur 33 Jahre alt und hinterließ mit „Wunder um Verdun“ ein ganz besonderes Werk.

Solche Wunder blieben zwischen 1914 und 1918 bekanntlich weitgehend aus. Und daher spielt die Groteske in der nahen Zukunft, im Jahr 1939. Kurz vor den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Kriegsbeginns kommen Vergnügungsreisende aus allerlei Nationen zu den Schlachtfeldern an der Marne, in Argonnen und um Verdun. Schnell entsteht ein Streit zwischen Deutschen, Franzosen, Engländern und Amerikanern um die Anzahl der Gefallenen und die Größe der Grabfelder. Wer hat mehr Opfer zu beklagen und wer feiert am ergreifendsten? Aus dem skurrilen Streit entwickelt sich eine handfeste Staatskrise, in die nicht nur die Lebenden verwickelt sind.

Ob wir aus der Geschichte lernen? In der szenisch-musikalischen Annäherung an „Wunder von Verdun“ erinnert das Saarländische Staatstheater nicht nur an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, sondern auch an einen hochbegabten Schriftsteller, der viel zu früh starb und damit das Schicksal von Millionen Weltkriegsopfern teilt.

Termine


Alte Feuerwache



Samstag, 26. Mai 2018, 19:30 h

Dienstag, 29. Mai 2018, 19:30 h

Freitag, 01. Jun 2018, 19:30 h

Sonntag, 03. Jun 2018, 18:00 h

Donnerstag, 07. Jun 2018, 19:30 h

Freitag, 08. Jun 2018, 19:30 h

Samstag, 16. Jun 2018, 19:30 h

Mittwoch, 20. Jun 2018, 19:30 h

Freitag, 22. Jun 2018, 19:30 h

Besetzung


Inszenierung
Bühnenbild