Presse-Stimmen


»Regisseur Matthias Mühlschlegel (Ausstattung: Jasmin Kaege) hat „Nipplejesus“ als mobiles Erzähltheater inszeniert, bei dem Seidler die Emotionen des Geprellten so authentisch spielt, dass sich Daves Konflikt direkt auf die Zuschauer überträgt: Fordernd sucht Seidler Blickkontakt, spricht einen direkt an und genießt maliziös die somit subtil verstärkte Irritation, die sich inmitten all der expliziten Abbildungen erigierter Phalli, onanierender Männer und kopulierender Geschlechtsorgane ohnehin einstellt.«
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Saarbrücker Zeitung, 11.12.2018, Kerstin Krämer

NIPPLEJESUS

KRUZIFIX NOCH A’MAL
Kunst oder Kult? Erwischt


Kunst kommt von Vermarktung. Oder würden Sie für eine Ausstellung von Anton Mauve ein Wochenende opfern? Mauve war ein niederländischer Impressionist und Cousin eines gewissen Vincent van Gogh, den er an die Malerei heranführte. In »Nipplejesus« von Nick Hornby lernen wir den ehemaligen Türsteher Dave kennen, der für einen Aufpasser-Job beim Museum für moderne Kunst angeheuert hat.

Hier soll er einen Ausstellungsraum bewachen, dessen Zutritt für Menschen unter 18 Jahren verboten ist. Dave wird neugierig und wagt einen Blick auf Kunstwerk »Nipplejesus«. Über die Künstlerin findet er Zugang zu einem Kruzifix, dass mit weiblichen Brustwarzen beklebt ist – ausgeschnitten aus Pornoheften. Dave setzt sich damit auseinander und wird zum glühenden Verteidiger des »Nipplejesus«, bis er einen Anschlag auf die Kunst nicht verhindern kann und merkt, dass er selbst ein Teil einer Inszenierung geworden ist.

Erlöse aus der Theateraufführung gehen an den Treehouse Trust, London, einer Stiftung zur Förderung autistischer Kinder, deren Mitbegründer Nick Hornby ist. | www.treehouse.org.uk

Premiere


Stadtgalerie

09.12.2018

Termine


Stadtgalerie

Dauer: 60 Min
Sonntag, 06. Jan 2019, 18:00

Mittwoch, 23. Jan 2019, 18:30
Moderne Galerie, Saarlandmuseum

Mittwoch, 06. Feb 2019, 18:30
Moderne Galerie, Saarlandmuseum

Mittwoch, 13. Feb 2019, 18:30
Moderne Galerie, Saarlandmuseum

Besetzung


Ausstattung
Dramaturgie