TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL

Lustspiel von Eugène Labiche
Aus dem Französischen übersetzt und bearbeitet von Tobias Haberkorn

TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL

Lustspiel von Eugène Labiche
Aus dem Französischen übersetzt und bearbeitet von Tobias Haberkorn

Es lebe der schöne Schein und die Hochstapelei!

»Mir ist ganz schwindlig von der gesellschaftlichen Höhe, die ich so langsam erreiche!«, gesteht Monsieur Malingear seiner Frau im Kampf um den sozialen Aufstieg oder sollte man sagen, gegen einen gefürchteten Abstieg? Denn im Haushalt des Arztes ohne Patienten muss sparsam gewirtschaftet werden, will man über die Runden kommen. Doch wenn es um die Verheiratung der Tochter geht, protzt man, wo man nur kann, denn schließlich machen es die Nachbarn auch. Als sich dann tatsächlich die Schwiegereltern in spe ankündigen, gibt es kein Halten mehr. Man gaukelt eine florierende Arztpraxis vor, in der Gräfinnen nur so ein und aus gehen, mietet sich eine Loge in der Oper, obwohl man sich bei dem ständigen »Rigoletto«-Hören nur langweilt und jeder gesellschaftliche Auftritt wird choreographiert wie ein Ballett. Doch der Höhepunkt der Augenwischerei soll ein Mehrgänge-Menü mit Trüffeln, Trüffeln und nochmals Trüffeln werden.

Es lebe der schöne Schein und die Hochstapelei!
Der Meister des französischen Lustspiels Eugène Labiche hat mit seiner Komödie »La poudre aux yeux«, wie sie im Original heißt, und soviel wie »Sand in den Augen« bedeutet, nicht nur eine urkomische Geschichte über den menschlichen Geltungsdrang geschrieben, sondern scheint auf wundersame Weise die bizarren Auswüchse unserer heutigen Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft vorweggenommen zu haben.

Regisseurin Julia Prechsl hat, nach einer Arbeit für das Festival Primeurs, zum zweiten Mal in der Alten Feuerwache gearbeitet und diese gleichermaßen temporeiche wie absurde Komödie mit viel Musik in Szene gesetzt.


Alte Feuerwache

Besetzung