Die Passagierin

    Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog von Mieczysław Weinberg; Libretto von Alexander Medwedew nach einem Roman von Zofia Posmysz
     

    Ihre Sicherheit und Gesundheit liegen uns am Herzen. Für den Besuch unserer Spielstätten und der Vorverkaufskasse gelten daher die allgemein bekannten Hygieneregeln:

    • Abstand (1,50 m)
    • Nies- und Hustenetikette (in die Armbeuge)
    • Handhygiene (Desinfektionsspender vorhanden)
    • NEU: Gemäß der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Regionalverbands Saarbrücken muss der Mund-Nasen-Schutz derzeit auch während der Vorstellung getragen werden.

    Einlass in alle Spielstätten und Zuschauersäle 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn; kein Nacheinlass nach Beginn der Aufführung.
    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Die Passagierin

    Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog von Mieczysław Weinberg; Libretto von Alexander Medwedew nach einem Roman von Zofia Posmysz
     

    FÜHLEN, WAS UNSAGBAR IST
    Meisterwerke wider das Vergessen

     

    Trotzig, poetisch, witzig und wunderschön: Um Mieczysław Weinbergs Musik zu beschreiben, fehlt das eine, das exakte Adjektiv. Große Meister wie Dmitri Schostakowitsch waren begeistert von seiner Arbeit, doch die sowjetischen Zensoren waren anderer Meinung. So kam es, dass Weinbergs Oper »Die Passagierin« aus dem Jahr 1968 erst 2010 uraufgeführt wurde – mit überragendem Erfolg. Dem Werk zugrunde liegt Zofi a Posmyzs gleichnamiger Roman. Die bewegende Geschichte erzählt das Aufeinandertreffen einer befreiten Insassin des Konzentrationslagers Auschwitz mit einer ihrer früheren Aufseherinnen. Marta erkennt ihre Peinigerin Lisa während einer Kreuzfahrt nach dem Krieg. Immer wieder »blenden« Text und Musik wie in einem Film zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Was für Lisa wie ein Traum begann, nämlich ihre Hochzeitsreise, entwickelt sich nach und nach zum Albtraum: Lisa hat ihrem Mann ihre Vergangenheit als KZ-Aufseherin verschwiegen und ganz allmählich kommt die Wahrheit ans Licht ... Weinbergs Musik bewegt sich dabei trotz allen Ernstes virtuos zwischen Melancholie und Trotz, zwischen sinfonischem Pathos und jazziger Leichtigkeit. Sie braust auf, wird ironisch, beschreibt seelische Kälte und verzweifelnde Liebe. In Zeiten, da sich Rockstars aus Marketing-Gründen wie KZ-Häftlinge kleiden, rückt dieses musikalische Meisterwerk einiges zurecht, was in der Verharmlosung zu entgleiten droht: Die Erinnerung daran, dass der Völkermord an den Juden im Zweiten Weltkrieg kein Kapitel eines Buches ist, kein »Fliegenschiss«, sondern millionenfaches Einzelschicksal fühlender und sehnender Menschen. Der Regisseur und Choreograph Demis Volpi zählt zu den Shootingstars der Regieszene. Bereits mit zahlreichen Tanzpreisen ausgezeichnet, erobert er jetzt auch die Opernwelt. Ab der Theatersaison 2020/2021 wird Volpi als Ballettdirektor der Deutsche Oper am Rhein vorstehen.


    Großes Haus
    Einführung 30 Min vor Beginn

    In mehreren Sprachen mit deutschen und französischen Übertiteln

    Termine

    Besetzung


    Musikalische Leitung
    Inszenierung
    Bühnenbild und Kostüme
    Lichtdesign
    Dramaturgie
    Einstudierung Chor

    Tadeusz
    Krystina
    Hannah
    Bronka
    Yvette/Oberaufseherin/Kapo
    Alte Frau
    1. SS-Mann
    2. SS-Mann/Älterer Passagier
    3. SS-Mann

    Saarländisches Staatsorchester

    Opernchor des Saarländischen Staatstheaters