Gabriel

    Schauspiel von George Sand
    Aus dem Französischen von Sébastien Jacobi

    Ihre Sicherheit und Gesundheit liegen uns am Herzen. Für den Besuch unserer Spielstätten und der Vorverkaufskasse gelten daher die allgemein bekannten Hygieneregeln:

    • Abstand (1,50 m)
    • Nies- und Hustenetikette (in die Armbeuge)
    • Handhygiene (Desinfektionsspender vorhanden)
    • NEU: Gemäß der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Regionalverbands Saarbrücken muss der Mund-Nasen-Schutz derzeit auch während der Vorstellung getragen werden.

    Einlass in alle Spielstätten und Zuschauersäle 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn; kein Nacheinlass nach Beginn der Aufführung.
    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Gabriel

    Schauspiel von George Sand
    Aus dem Französischen von Sébastien Jacobi

    »Die Frau! Ich weiß nicht, was Sie mir ständig über die Frau erzählen. Was mich angeht, so habe ich nicht das Gefühl, dass meine Seele irgendein Geschlecht hätte.«

    Liebe, Morde, Intrigen – satter hätte Sand ihre Vorlage für ein heutiges Verzweiflungs- und Anzweiflungsdrama nicht stricken können. Im sozialen Gefüge wie im literarischem Milieu selbst mit rigider Geschlechtermoral kämpfend, geht George Sand ihre Reflexion über Geschlechterbilder offensiv an: "Wie kann eine Gesellschaft zu mehr Gender-Diversität gelangen?", lautet ihre Frage und zwingende Forderung. 180 Jahre später ist ihre Zeit gekommen.

    Genderfragen werden erst seit den 68ern des 20. Jahrhunderts öffentlich diskutiert – ganz sicher? Sicher nicht! Die französische Schriftstellerin George Sand erfand schon 1839 eine Figur zwischen den sozialen Geschlechtern. Sie nannte sie: Gabriel. Oh pardon, Gabrielle. Historisierend verankert im barocken Italien des 17. Jahrhunderts wächst ein junger Mann abgeschieden von seiner Familie heran – Gabriel von Bramante wird, umgeben von zwei Bediensteten, zum perfekten Edelmann in Sitte und Denkart erzogen. Eines Tages besucht ihn unerwartet sein Großvater, um Gabriel in das Familiengeheimnis einzuweihen: rein biologisch sei er, Gabriel, eine Frau! Bei der strategischen Verheimlichung des Kindsgeschlechts einst sei es um die Macht gegangen, erfährt sie. Worum auch sonst? Und die wird im weiteren Verlauf, mafiösen Strukturen gleich, ausgespielt.

    »Gabriel« ist ein Übersetzungsauftrag des Saarländischen Staatstheaters an den deutsch-französischen Regisseur und Ensembleschauspieler Sébastien Jacobi, der die deutschsprachige Erstaufführung inszenieren wird. In den vergangenen Spielzeiten waren seine Arbeiten »Mélodie Maladie Mélodrame« über Ingrid Caven, sowie »Reise! Reiser!« über Rio Reiser und den Roman »Anton Reiser« von Karl Philipp Moritz zu sehen.


    Alte Feuerwache

    Besetzung


    Inszenierung
    Bühnenbild und Kostüme
    Musik