Hexenjagd The crucible

    Schauspiel von Arthur Miller | Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf, Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann

    Presse-Stimmen


    »Was macht nun Regisseur Christoph Mehler aus diesem Stoff? Dankenswerter Weise keine krampfige Modernisierung mit Verweisung etwa auf denunzierende Facebook-Shitstorms. Sondern eine spannungsreiche, bildstarke Inszenierung, die ebenso die letztlich simplen Mechanismen der Denunziation beleuchtet wie die Psychologie ihrer Figuren – gespielt von einem großartigen Ensemble.«
    Tobias Kessler, Saarbrücker Zeitung  

    »Alles in allem ein wuchtiger Theaterabend, der einen drei Stunden lang in Bann schlägt, viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren bietet. Anschauen!«
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    Uwe Loebens, Saarländischer Rundfunk (aktueller bericht)

    »Christoph Mehlers fast zweihundertminütiges Spiel schenkt dem Publikum nichts. Es muss den ernüchternden Weg um Lügen, Verleumdung, Hass und Misstrauen mitgehen! Ein buchstäblich überwältigender Abend!«
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    Burkhard Jellonek, OPUS Kulturmagazin

    »Mit diesem kraftvollen Mädchenchor gelingt es der Inszenierung sehr gut, dieses gesellschaftliche Klima aus Trieb, Unterdrückung und Aufbegehren, paranoide Angst und Flucht in Verschwörungstheorien spürbar werden zu lassen.«
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    Reingart Sauppe, SR2 KulturRadio

    Ihre Sicherheit und Gesundheit liegen uns am Herzen. Für den Besuch unserer Spielstätten und der Vorverkaufskasse gelten daher die allgemein bekannten Hygieneregeln:

    • Abstand (1,50 m)
    • Nies- und Hustenetikette (in die Armbeuge)
    • Handhygiene (Desinfektionsspender vorhanden)
    • NEU: Gemäß der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Regionalverbands Saarbrücken muss der Mund-Nasen-Schutz derzeit auch während der Vorstellung getragen werden.

    Einlass in alle Spielstätten und Zuschauersäle 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn; kein Nacheinlass nach Beginn der Aufführung.
    Weitere Informationen finden Sie hier.

    Hexenjagd The crucible

    Schauspiel von Arthur Miller | Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf, Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann

    DAS WUTFIEBER STEIGT
    Fatale Selbstermächtigung

     

    Im Zweifel für den Angeklagten. Dieser Grundsatz ist eine der größten Errungenschaften aufgeklärter Gesellschaften. Und eben deshalb schwebt dieser Satz immer in Lebensgefahr, wenn Populisten und ideologische Eiferer mit den Ängsten der Menschen spielen. Arthur Miller machte mit seinem Stück »Hexenjagd« in den 1950er-Jahren eindrucksvoll darauf aufmerksam. Als US-Senator McCarthy in der Ära des »Kalten Krieges« Jagd auf Kommunisten in den USA machte, erinnerte der Schriftsteller an eine Welle von Hinrichtungen des Jahres – in Salem, Massachusetts 1692. Damals wurden Menschen zum Tode verurteilt, die mit dem Teufel im Bunde gestanden haben sollen. In Arthur Millers Schauspiel rächt sich ein Mädchen an einem Bauern, mit dem sie ihr erstes Verhältnis hatte. Der beleidigte Teenager und seine Freundinnen lügen sich in einen Racherausch und aus einem kleinen Shitstorm wird tödlicher Ernst für zahlreiche Unschuldige. Die Ereignisse von 1692 weisen hochaktuelle Parallelen zu unserer Zeit auf. Irrationale Ängste und Vorurteile entladen sich in offenem Fremdenhass und Selbstjustiz. Psychologen messen derzeit mit Sorge die ansteigende Wut in der Welt. Und ganz egal, ob sie auf politischem, ökonomischem oder  religiösem Fanatismus beruht: Wenn der Rechtsstaat diese Opfer nicht mehr zu schützen weiß, sind wir wieder mitten im 17. Jahrhundert.

     

    Christoph Mehler leitete die Spielstätte Box und Bar am Deutschen Theater Berlin und war von 2011 bis 2014 Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt. Mittlerweile entstanden Regiearbeiten unter anderem am Staatstheater Nürnberg, Deutschen Nationaltheater Weimar, Deutschen Theater Göttingen, Theater Augsburg, Schauspielhaus Wien, Theater Dortmund, Theater Ingolstadt und an den Staatstheatern Braunschweig, Mainz, Darmstadt und Saarbrücken. Hier inszenierte er zuletzt »Dantons Tod«.


    Großes Haus
    Dauer: 190 Min , Einführung 30 Min vor Beginn

    Termine

    Besetzung


    Inszenierung
    Bühnenbild und Kostüme
    Dramaturgie

    Reverend Samuel Parris
    Tituba
    Abigail Williams
    Ann Putnam
    Mary Warren
    John Proctor
    Elizabeth Proctor
    Richter Danforth
    Chor: ensemble4