Le Théâtre170 Min 30 Min avant March 2026

Die Dreigroschenoper

Nach John Gay’s The Beggar’s Opera von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik), unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Jede Beziehung ein Geschäft: Mackie Messer agiert im London der 1920er-Jahre als krimineller Bandenchef im Namen der sozialen Gerechtigkeit und verrät doch auf Schritt und Tritt sämtliche Lieben samt Gauner-Gefolge. Mit seiner Liaison zu Polly, Tochter des kleinkriminellen Unternehmers Johnny Peachum, handelt er sich den Ärger seines Lebens ein. Wird er sich aus der Schlinge ziehen können? 

Den Beat zum Existenzkampf liefern Kurt Weills musikalische Ohrwürmer. Sie gehen mal mitten ins Herz, mal mitten in die Magengrube: Eine krude Mischung aus schillernder Revue, schräger Tonalität, stimmlich rohem Klang zeigt den Menschen in seinen entwaffnenden Widersprüchen und lässt uns Liebe, Leid und Lust unter dem Mond von Soho hautnah miterleben, ja, Schurken lieben. Mehr noch: Ihre Sehnsucht nach Halt, Schutz, Geltung und Anerkennung ist auch unsere.

Ihr Aufstand gegen die Ökonomisierung des eigenen Tuns auch unsere Sache – doch kann der Mensch gut sein? Brecht/Weill sagen dazu lustvoll: Jein.

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Im Stück werden auf Sprach- und Bildebene Drogenkonsum und sexuelle Freizügigkeit behandelt sowie im ersten Teil punktuell Schüsse abgegeben. Es kommt Bühnennebel zum Einsatz. Nach ca. 70 Minuten werden für die Dauer von 3,5 Minuten stroposkop-ähnliche Lichteffekte eingesetzt. 

Distribution

Inszenierung

Christoph Mehler

Musikalische Leitung

David Rimsky-Korsakow Christoph Iacono

Bühne, Videodesign

Stefano Di Buduo

Kostüme

Jennifer Hörr

Kamera

Ghazal Aldakr

Licht

Patrik Hein

Dramaturgie

Bettina Schuster-Gäb

Regieassistent/Abendspielleitung

Carl Matti Steub

Theaterpädagogische Betreuung

Maren Röttig

Bühnenbildassistenz

Katharina Krause

Kostümassistenz

Tessa Katharina Klamerski

Inspizienz

Guido Krämer

Soufflage

Maria Klußmann

Jonathan Jeremiah Peachum, Chef einer Bettlerplatte

Bernd Geiling

Celia Peachum, Frau von Jonathan Peachum

Gaby Pochert

Polly Peachum, ihre Tochter; Moritatensänger

Louisa von Spies

Macheath, Chef einer Platte von Straßenbanditen

Jan Hutter

Tiger-Brown, Polizeichef von London

Christiane Motter

Lucy Brown (Tochter von Tiger-Brown)

Jacky Smit

Hakenfingerjakob, Bettler

Sébastien Jacobi

Münzmatthias

Fabian Gröver

Filch (einer von Peachums Bettlern), Trauerweidenwalter, Smith

Gregor Trakis

Spelunken-Jenny

Nicolai Gonther

Kammerorchester:


Altsaxophon, Baritonsaxophon, Klarinette, Querflöte, Piccolo:
Cornell Wegmann
Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Klarinette, Bassklarinette:
Nicolas Barbian
Trompete, Flügelhorn:
Marco Bertoluzzi
Posaune:
Jann Kolmsee
Gitarre, Banjo, Mandoline:
Philipp Maurice Herget
Kontrabass:
Ruoxi Yan
Schlagzeug:
Tim Noah Korycki
Pauken, Celesta:
Giovanni Raabe
Klavier, Harmonium, Dirigat:
Christoph Iacono

 
Statisterie des Saarländischen Staatstheaters

Video & Photo
Voix de presse

“Auch Christoph Mehlers Inszenierung, die am Samstag im Großen Haus umjubelte Premiere hatte, liefert gleich zum Auftakt einen musikalischen Hammer. (…) Eine echte Wucht ist auch das Bühnenbild, das sich dann hinterm Vorhang eröffnet.(…) Musikalisch ist die Saarbrücker Dreigroschenoper vom Feinsten.”

Saarbrücker Zeitung, Silvia Buss, 30. März 2026

“Christoph Mehler realisiert in seiner Inszenierung stringent Brechts Konzept des Epischen Theaters, das gerade keine Identifizierung mit dem ‚Helden‘ eines Stückes will (…) Dabei kommt aber der Spaß nie zu kurz, denn die spielfreudigen Darsteller loten ihre Rollen bis in feinste Facetten aus und konfrontieren das Publikum in einer durch die Überzeichnung befreienden Komik mit den eigenen Schwächen.”

Die Rheinpfalz online, 29. März 2026

“In der Dreigroschenoper geht es darum, wie nah Gut und Böse zusammmenliegen. Christoph Mehler inszeniert das klassisch als Revue: groß, bunt und mit filmischen Elementen. (…) Die Dreigroschenoper ist ein legendäres Theaterstück, das in Saarbrücken in neuem Glanz erstrahlt.” Mehr hören …(ab Min 22:48)

SR aktueller Bericht, 27. März 2026

"Zwischen Moral und menschlichen Abgründen ist in dieser großartigen Revue durchgehend etwas zu entdecken und irgendwo für jeden etwas dabei. Das schafft nicht jedes Theaterstück." Mehr erfahren …  

SR Wir im Saarland Kultur, 1. April 2026