Richard III.
König Edward liegt im Sterben. Mit ihm erlöschen Schönheit und Licht, verstummen Tanzmusik und leichtes Geplauder. Da greift sein jüngerer Bruder Richard nach dem Thron. Er ist der Inbegriff des Bösen; eine Kröte, die im Schatten lebt und teuflische Pläne schmiedet. An Tanz und Geselligkeit kann er sich nicht erfreuen, Mitleid ist ihm fremd.
Shakespeare stellt den grausamen Richard in den Mittelpunkt seines Dramas. Die Figur spricht das Publikum direkt an und kommt ihm auch 500 Jahre nach der Regentschaft ihres historischen Vorbilds gefährlich nahe. Wie bei Tatort und True Crime fasziniert die Psychologie des Bösen. Denn die Möglichkeit zu unmoralischem Handeln lebt nicht nur in einer einzelnen dämonischen Figur, sondern in jedem Menschen.
Sehnsucht nach Autokraten: Richard III
Theatergespräche des Saarländischen Staatstheaters und des Käte Hamburger Kollegs CURE in Kooperation mit SR Kultur
Mehr zu Richard III. im Blog:
Übersicht der Figuren
Stammbaum Richards III.
Terrorismus und göttliche Gerechtigkeit
Zur Aktualität von Christoph Mehlers Inszenierung von „Richard III.“ am Saarländischen Staatstheater
Hinweis: In der Inszenierung kommen körperliche und seelische Gewalt textlich und szenisch vor.
Inszenierung
Christoph Mehler
Bühne & Videodesign
Stefano Di Buduo
Kostüme
Jennifer Hörr
Musik
David Rimsky-Korsakow
Licht
Nicholas Heintz
Dramaturgie
Verena Katz
Regieassistenz/Abendspielleitung
Jasmina von Fragstein
Theaterpädagogische Betreuung
Anna Arnould-Chilloux
Ausstattungsassistenz
Katharina Krause
FSJ Kostüm
Josephine Meyer
Kostümassistenz
Marie-Josefine Urbano
lnspizienz
Andreas Klußmann
Soufflage
Christine Ast
Richard
Raimund WidraElisabeth, erster Mörder, Hastings, Bischof
Christiane MotterEdward, Catesby
Fabian GröverBuckingham, Margaret
Verena BukalRivers, Clarence, York - Bruder des Prinzen, Bürgermeister, Tyrrell
Jonathan LutzAnne, zweiter Mörder, Prinz von Wales, Bischof, Richmond
Laura Trapp“Raimund Widra, der ja manchmal dazu neigt, zu sehr zu zappeln und zu kaspern, nimmt sich hier ganz zurück. Er versinkt in seiner Figur, tritt hinter sie zurück – und berührt einen unmittelbar. Großartig.”
Saarbrücker Zeitung, Susanne Brenner, 26. Januar 2026
"So bleibt Shakespeares Richard III. in der Saarbrücker Feuerwache was es ist: Ein packendes Theaterstück, das dem Publikum zu allen Zeiten tief unter die Haut gehen kann."
SR aktueller Bericht, Sven Rech, 25. Januar 2026
“Mehler gelingt mit seinem ’Richard III.’ nicht nur, das unübersichtliche genealogische Geflecht der Shakespear'schen Vorlage zu lichten. Er verzichtet weitestgehend auf wohlfeile Andeutungen aufs aktuelle Zeitgeschehen und überlässt es dem Publikum, es sich hinzuzudenken. Es fließt kein Tropfen Theaterblut, dafür findet er andere starke Bilder. Mit nur sechs Schauspieler*innen in bis auf die Titelfigur wechselnden Rollen, die man alle einzeln feiern müsste, stemmt er überzeugend den monumentalen Stoff.” Mehr lesen …
Nachtkritik.de, Uwe Loebens, 25. Januar 2026












