Das Saarländische Staatstheater wird im Spätsommer ab der nächsten Spielzeit 2026/2027 den Standort der sparte4 in der Eisenbahnstraße 22 in Saarbrücken aufgeben. Höhere Kosten für Renovierungsarbeiten im Backstage- und Zuschauerbereich waren letztlich ausschlaggebend dafür, die kleinste Bühne des Saarländischen Staatstheaters nach fast 20 Jahren zu schließen, so die Theaterleitung. „Die Marke sparte4 möchten wir aber gerne erhalten, den jungen experimentellen und auch queeren Produktionen sogar eine größere Bühne bieten“, erklärt Generalintendant Michael Schulz. Es werde weiterhin unter dem Namen sparte4 ein Programm geben, in dem zeitgenössische Autoren auf Klassiker, Schlagerabende, auf Lesungen und auf junge experimentelle Inszenierungen treffen. Aber auch Angebote, die verstärkt auf die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und auf Kooperationen mit der Freien Szene setzen.
„Wie wir die Marke sparte4 und an welchen Orten weiterführen und weiterentwickeln können, darüber laufen zurzeit Planungen und Gespräche, die noch nicht abgeschlossen sind“, sagt Michael Schulz und fügt hinzu: ,,Natürlich ist uns bewusst, dass bei eingefleischten sparte4-Fans nun Wehmut aufkommt und sie um den Charme der alten sparte4 trauern. Aber wir sind zuversichtlich, dass uns etwas neues Spannendes gelingt, ohne programmatisch auf Bewährtes zu verzichten.“
Der Mietvertrag für das Gebäude, in dem die sparte4 seit ihrer Gründung im November 2006 untergebracht ist, musste Anfang des Jahres gekündigt werden, um in der neuen Spielzeit 2026/2027 an neuen Orten Programm machen zu können. Die sparte4 ist die kleinste Bühne des Saarländischen Staatstheaters und umfasst bis zu 90 Plätze.

