
Der Gott des Gemetzels
Das eigene Kind wurde angegriffen. Das eigene Kind hat ein anderes Kind angegriffen. Für alle Beteiligten eine hochemotionale Situation. „Doch zum Glück gibt es immer noch die Kunst des zivilisierten Umgangs miteinander“, wie es Véronique Houillé, die Mutter des vermeintlichen Opfers ausdrückt. Sie und ihr Mann haben die Eltern des elfjährigen Täters dazu in ihr schickes Pariser Appartement geladen. Genüsslich lässt die Autorin die beiden so kultivierten wie gut situierten Paare aufeinanderprallen und sich an einer Konfliktlösung via Gespräch versuchen.
Doch die Fassade von Gutmenschentum, Kunstsinnigkeit und ehelichen Karrieregemeinschaften bröckelt bis die Fetzen fliegen. Und damit nicht genug: mit zunehmendem Alkoholgenuss werden auch die Ehen der Paare aufs Schlachtfeld gezerrt. Ein archaischer Ringkampf, ein Gemetzel, so entlarvend in diesem sozialen Umfeld, dass es vor allem eines ist: Brüllend komisch.
Das ursprünglich an diesem Termin geplante Stück Philipp Löhle schreibt ein neues Stück wird auf die nächste Spielzeit verschoben. Die Eintrittskarten für Philipp Löhle schreibt ein neues Stück behalten ihre Gültigkeit für Der Gott des Gemetzels. Ein Umtausch ist nicht erforderlich.
