Impressionist wider Willen

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2. Konzert »Inspiration Claude Debussy« am Sonntag, 4. Februar 2018, 18 Uhr in der Alten Feuerwache

»Impressionist«, das war nicht immer ehrfürchtig gemeint, eher ein Spottwort für die Maler und Musiker, die das Undeutliche der Wahrnehmung abbilden wollten. Claude Débussy mochte es nicht, als Impressionist »diffamiert« zu werden. Klangfarbe, Poesie und insbesondere »Geschmack« also der sichere Sinn für stilistisch Opportunes, sind Begriffe, die den vor hundert Jahren verstorbenen französischen Komponisten umwehen, Etiketten für einen, dessen Musik man vielleicht einfach hören sollte. Um zu verstehen, welche Inspiration Débussy in der Natur fand, wie es ihm gelingt der Flüchtigkeit eine Art Innehalten, der Realität sublimierte Erinnerung abzuringen, scheinbar leichtfüßig und immer elegant die eigene Empfindung in Tonsprache, in Kunstsprache zu übersetzen. Débussy kannte, wohl durch die Weltausstellung 1889 in Paris, Musik aus Russland, dem arabischen Kulturkreis und dem heutigen Indonesien. Er ließ sich inspirieren, komponierte atmosphärisch dicht.

Solistin des Konzerts ist Antonia Argmann, 1987 geboren, Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe, seit September 2015 als Solo-Harfenistin im Saarländischen Staatsorchester engagiert. Ihre aus Paris stammende Harfenprofessorin Gisèle Herbet hatte noch Unterricht bei einem, der Débussy-Uraufführungen gespielt hatte …

Sonntag, 4. Februar 2018, 18 Uhr, Alte Feuerwache
Karten

Stefan Neubert Dirigent, Antonia Argmann Harfe, Saarländisches Staatsorchester

Programm:
Claude Debussy Danses sacrée et profane
Claude Debussy „Prélude à l’après-midi d’un faune“ (Kammermusikalische Fassung)
Maurice Ravel Introduktion und Allegro Claude Debussy „Petite Suite“ (Instrumentation H. Busser)
André Caplet
„Conte fantastique“ d‘après Edgar Allan Poes „Le masque de la mort rouge“

Solistin: Antonia Argmann, Harfe
Solistin: Antonia Argmann, Harfe