Verwirrspiel, Liebeshändel und Intrigen

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Junge Stimmen der HfM Saar bringen Barockoper »Croesus« zur Aufführung | Premiere am Freitag, 13. April 2018 in der Alten Feuerwache

»Bin ich Krösus?« sagt, wer sein Geldsäckel hüten will. Croesus war der sagenhaft reiche letzte König des antiken Lydierreiches, er legte sich mit den mächtigen Persern an.

Oper war zur Zeit des Barock Teil der höfischen Kultur und somit Adelskreisen vorbehalten. In der freien und Hansestadt Hamburg aber leisteten sich wohlhabende Bürger ein Opernhaus. Die »Oper am Gänsemarkt« erlebte ab dem ausgehenden 17.Jahrhundert mit Komponisten wie Reinhard Keiser (1674- 1739) eine Blütezeit. Und der schrieb den Hamburgern das Dramma musicale in drei Akten »Der hochmütige, gestürzte und wieder erhabene Croesus«, uraufgeführt  1711.

Der Titel ist schon gleich die Inhaltsangabe: Croesus  ist reich, er schätzt sich glücklich und weiß mit dem extra eingeholten Orakelspruch »Niemand soll sich vor dem Tode glücklich schätzen« wenig anzufangen. Was soll ihm schon passieren? Da orakelt es noch düsterer: »Den glänzenden Kristall zerbricht ein Unglücksfall …« Croesus schlägt die Warnungen des weisen Solon in den Wind und lässt sich auf einen Krieg mit dem mächtigen Nachbarreich des  Cyrus ein. Er unterliegt, wird gefangen genommen, zum Tode verurteilt. Auf dem Scheiterhaufen wird ihm klar, dass Geld und Gut ihn nicht retten können …

Eine Oper, zumal eine barocke, wäre keine Oper, ohne allerlei Verwirrspiel, Liebeshändel und Intrigen. Für reizvolle Gesangspartien braucht es mehr als zwei Kriegsherren.

Die Inszenierung von Barbara Schöne konzentriert sich auf den Kern von Aufstieg, Fall und Läuterung. Vor dem Tod sind alle gleich, und Krieg führen auch Ameisen. Wie in einem Schachspiel hat jeder Zug der Hauptakteure Auswirkung auf alle anderen im Spiel, die Festsetzung des König Croesus führt zu Chaos, Liebende verpassen sich. Und der weise Solon dreht sachte das Schicksalsrad.

Die freie Regisseurin Barbara Schöne und der Musiker Lutz Gillmann betreuen die Gemeinschaftsproduktion des Saarländischen Staatstheaters mit der Hochschule für Musik Saar.

Freitag, 13. April 2018, 19:30 Uhr – Premiere
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Sonntag, 15. April 2018, 18:00 Uhr
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Samstag, 21. April 2018, 19:30 Uhr
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Sonntag, 22. April 2018, 18:00 Uhr - letzte Aufführung
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Eine Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar