Bastille (Coppelius)
Diener, Gesang & Schlagzeug
Bastille ist Diener der Herren von Coppelius – wobei diese Berufsbezeichnung seinem tatsächlichen Aufgabenbereich kaum gerecht wird. Neben der Versorgung seiner Herrschaften mit Erfrischungen kümmert er sich um die Korrespondenzen und die Erledigungen des täglichen Lebens, singt und greift bei Bedarf sogar zum Schlagwerk. Kurz: ohne Bastille wäre ein geregelter Betrieb der Kapelle nicht vorstellbar.
Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt er der coppelianischen Überlieferung infolge der Französischen Revolution. Am 14. Juli 1789 soll er während der Erstürmung des berühmten Pariser Gefängnisses mit einem Tablett Kerzengerade durch die kämpfende Menge geschritten sein, um seinen damaligen Herrschaften Erfrischungen zu servieren. Von seiner bemerkenswerten Pflichterfüllung beeindruckt, gab man ihm daraufhin den Namen „Bastille“. Seine Reaktion auf diese Namensgebung soll lediglich aus einer angehobenen Augenbraue und den Worten „Sehr wohl!“ bestanden haben.
Bis heute widmet er sich seinen Herrschaften mit vergleichbarer Gelassenheit – selbst wenn deren musikalische Unternehmungen gelegentlich Zustände annehmen, bei denen andere Bedienstete längst gekündigt hätten.
