Tod und Auferstehung

Konzert zwischen Trauer, existenzieller Suche und der Hoffnung auf neues Leben

So. 01. Nov
17:00 Uhr
Ludwigskirche
So., 01. Nov, 17:00 Uhr

Tod und Auferstehung

Ein Konzert zwischen Trauer, existenzieller Suche und der Hoffnung auf neues Leben.

Zu Allerheiligen lädt das Saar Wind Projekt unter der Leitung von Bernhard Stopp zu einem besonderen Konzert in die Ludwigskirche Saarbrücken ein. Unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger, erklingen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Václav Nelhybel und Johan de Meij. Als Solistin ist die Mezzosopranistin Carmen Seibel zu erleben. Mit dabei ist außerdem der Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters unter der Leitung von Larissa Eckstein.

Im Mittelpunkt des Programms steht ein musikalischer Weg, der vom Abschied über Dunkelheit und Aufbruch bis hin zu Hoffnung und neuem Leben führt.

Den Auftakt bildet Wolfgang Amadeus Mozarts „Maurerische Trauermusik“ c-Moll, KV 477/479a, die 1785 in Wien im Umfeld seiner Mitgliedschaft in der Freimaurerloge entstand. Das für eine Trauerfeier zum Gedenken an verstorbene Logenbrüder bestimmte Werk verbindet feierliche Würde mit einer Atmosphäre von Dunkelheit und innerer Sammlung.

Mit Václav Nelhybels „Sinfonia Resurrectionis“ (1981) verändert sich die Perspektive grundlegend. Das für die United States Air Force Band entstandene Werk führt mitten hinein in einen existenziellen Spannungsbogen zwischen Dunkelheit und Licht. Dissonante, chromatisch geprägte Klangwelten treffen auf strahlende, diatonische Klangblöcke. Durch elektronische Zuspielungen und eine verstärkte Solo-Altflöte erweitert Nelhybel die Möglichkeiten des sinfonischen Blasorchesters und schafft ein außergewöhnliches Klangbild.

Eine besondere klangliche Farbe bringt der Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters in das Programm ein. Unter der Leitung von Larissa Eckstein erklingen „Es geht ein dunkle Wolk herein“ nach der Liederhandschrift von Pater Johann Werlin sowie „Vem kan segla förutan vind“ in einem Satz von C.-B. Agnestig. Die Kinderstimmen setzen dabei einen eigenen, unmittelbaren Kontrapunkt zu den großen sinfonischen Klangwelten.

Den Abschluss bildet Johan de Meijs „Symphonie Nr. 4 – Sinfonie der Lieder“ (2013). Das für das Gustav-Mahler-Festival in Toblach komponierte Werk für Solostimme, Kinderchor und sinfonisches Blasorchester verbindet spätromantische Klangsprache mit einer eindringlichen Auseinandersetzung mit Verlust, Abschied und Hoffnung. Die Sopranistin Carmen Seibel übernimmt dabei den solistischen Part.

In der ersten Hälfte prägen Gedichte von Friedrich Rückert, dessen Lyrik auch Gustav Mahler zu seinen „Kindertotenliedern“ inspirierte, die Atmosphäre von Schmerz und Verlust. Im weiteren Verlauf führen Texte von Heinrich Heine und Hugo von Hofmannsthal allmählich aus der Dunkelheit heraus.

Besonders eindrucksvoll ist dabei die Begegnung von erwachsener Solostimme und Kinderchor: tiefe Lebenserfahrung trifft auf kindliche Unmittelbarkeit und Hoffnung. So führt Johan de Meijs Symphonie das Konzert schließlich zu einem versöhnlichen und lichtvollen Ausklang.

Besetzung

Mitwirkende

Saar Wind Projekt


Leitung: Bernhard Stopp
Mezzosopran: Carmen Seibel

Kinderchor des Saarländischen Staatstheaters
Leitung: Larissa Eckstein

Schirmherrin: Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes