
Berlin Alexanderplatz
Franz Biberkopf kommt aus dem Gefängnis frei und fühlt sich, als würde die Strafe nun erst beginnen. Zwischen wirtschaftlicher Not und der zunehmenden Geschwindigkeit der Großstadt sucht er seinen Platz in der Welt. Es ist eine Welt, die von Gewalt geprägt ist: Männer gegen Frauen, Reiche gegen Arme, die Mehrheit gegen Minderheiten. Zwischen Zeitungsmeldungen und Gelegenheitsjobs, Liedern, Witzen, politischen Reden und schweren Stra aten bewegt sich Franz durch das Berlin der 1920er Jahre.
Die Großstadt selbst spielt die heimliche Hauptrolle in Alfred Döblins Roman, der in den Händen des künstlerischen Teams um Christoph Mehler seine historische Dimension bewahrt und dabei zugleich aktuelle Fragen zutage treten lässt. So entsteht kraftvolles und poetisches Theater mit einem Blick für soziale Situationen, die autoritäre Regierungsformen begünstigen.
Bühnenfassung von Oliver Reese
