
Wir steigern das Bruttosozzoprozzo
Vor 100 Jahren spekulierte der berühmte Ökonom John Maynard Keynes, dass wir in 100 Jahren – also heute – nur noch 15 Wochenstunden arbeiten müssten. Der technologische Fortschritt würde es möglich machen. „Die Maschinerie arbeitet, der Arbeiter tanzt.“ (Karl Marx)
Und heute? Arbeiten mehr Menschen in Deutschland mehr Stunden als je zuvor. Die Politik sagt: nicht genug. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Arbeitslosigkeit. Was ist da los? Ist Arbeit eine Religion, die endlose Opfer an Lebenszeit und totale Unterwerfung fordert? Die das Arbeiten selbst dann noch zum Sinn des Lebens erklärt, wenn es nur noch aus sinnlosen Ritualen besteht?
In ihrer ersten gemeinsamen Arbeit werfen Schauspieldirektor Christoph Mehler und Chefautor Ulf Schmidt einen satirischen Blick auf die Arbeitswelt – und öffnen den Horizont für eine Zukunft, in der nur so viel gearbeitet wird, wie gearbeitet werden muss.
