
Königskinder
Erst ist es wie im Märchen: Zwei junge Menschen, die Gänsemagd und der Königssohn, könnten die Welt verändern. Doch dann ist es wie im Leben: Eine bornierte und empathielose Gesellschaft verhindert Veränderungen. Im Zentrum stehen eine Gänsemagd, die fern der Welt bei einer Hexe aufwächst, und ein Königssohn, der unerkannt umherzieht. Sie begegnen und verlieben sich.
Die Bewohner des Landes wiederum wollen die Ankunft eines neuen Königs erwarten, der Schlag zwölf vor den Toren der Stadt erscheinen soll. Aber dort steht nur die Magd. Die Menschen akzeptieren sie nicht als Königin und erkennen ebenso wenig den Königssohn. Das Paar wird verlacht, verstoßen und in den verzauberten Winterwald gejagt. Auf der Flucht im einsetzenden Schnee, eng umschlungen, erfrieren sie, betrauert von Kindern und einem jungen Spielmann, die einzig die „Königskinder“ erkannt haben.
Mit dieser Oper schuf Engelbert Humperdinck das erwachsene Pendant zu Hänsel und Gretel. Ein zutiefst bewegendes Werk, erfüllt von großer sängerischer und orchestraler Schönheit und der tiefen Sehnsucht nach Menschlichkeit und Glück.
Libretto von Elsa Bernstein (Pseudonym Ernst Rosmer) In deutscher Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln
